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Archiv 'Forum Bodenschutz und Altlasten' 2007

 
valentin - Dez 10, 2007 - 9:11:04
US-Studie belegt Auswirkungen von PFT auf ungeborene Kinder
Forscher haben nach Medienangaben erstmals Hinweise darauf gefunden, dass die Industriechemikalie PFT die Entwicklung ungeborener Kinder beeinflussen kann. Demnach wiegen Kinder, die über die Nabelschnur mit PFT belastet wurden, bei der Geburt weniger als Kinder unbelasteter Mütter, berichtet die "Westdeutsche Allgemeine Zeitung" in Essen in ihrer Freitagsausgabe. Die Effekte seien gering, aber statistisch signifikant, heißt es in der US-Studie, die im Fachjournal "Environmental Health Perspectives" (Bd. 115, Nr. 11) veröffentlicht ist. Lesen Sie den gesamten Artikel bei agrarheute.com:
http://agrarheute.com/index.php?redid=190668
 
valentin - Nov 13, 2007 - 6:32:55
Verursacher müssen Umweltschäden künftig auf eigene Kosten beseitigen
Ab morgen brechen härtere Zeiten für Verursacher von Schäden an Umweltgütern an: Wer bei einer beruflichen Tätigkeit die Umwelt schädigt, hat diesen Schaden wieder zu beseitigen. Dies besagt das Umweltschadensgesetz (USchadG), das am 14. November 2007 in Kraft tritt. Behörden und Umweltverbände wachen über den Vollzug des Gesetzes. "Das neue Umweltschadensgesetz stärkt das Verursacher- und das Vorsorgeprinzip", erläutert der Präsident des Umweltbundesamtes, Prof. Dr. Andreas Troge. "Dies bringt der Umwelt einen Nutzen durch Prävention: Weil Berufstätige, beispielsweise Unternehmer, spätere Schäden auf eigene Kosten zu sanieren haben, schafft das neue Gesetz den Anreiz, sich jetzt so vorsichtig zu verhalten, dass Umweltschäden und damit Sanierungskosten gar nicht erst entstehen." Download des Gesetzes:
http://www.bmu.de/files/pdfs/allgemein/application/pdf/u_schad_g.pdf
 
valentin - Okto 25, 2007 - 10:38:08
PFT: Nässe lässt Werte klettern
So titelt die Lippstädter Zeitung "Der Patriot" am 25.10.2007. Sie schreibt: "Stets nach starken Niederschlägen steigen die Konzentrationen der Perfluorierten Tenside stark an - besonders nach den beiden August-Unwettern, wie aus einer Statistik der Abteilung für Abfallwirtschaft des Kreises Soest hervorgeht.Mit dem Regen zerschlugen sich auch Hoffnungen, das seit Oktober 2006 geschlossene Wasserwerk in Eikeloh wieder betreiben zu können. Lagen die Messwerte von Mitte April bis Ende Juli fast ständig unterhalb des Zielwerts von 100 Nanogramm pro Liter, schossen sie im Spätsommer in Schwindel erregende Höhen: Ende Juli wurden 307, Mitte August der Rekordwert von 884 Nanogramm gemessen - so viel wie noch nie seit der Schließung." Lesen Sie den ganzen Artikel unter:
http://www.derpatriot.de/index.php?content=lokal_artikel&ID=PX-294464&RESSORT=RUE
 
valentin - Okto 25, 2007 - 10:07:47
OVG Lüneburg stärkt Bedeutung der Geringfügigkeitsschwellen
In einem Urteil des Oberverwaltungsgericht Lüneburg vom 19.04.2007 (7 LC 67/05) zur Sanierung von Boden und Grundwasser nach einem Heizölschaden stellt das Gericht fest: "Ein Grundwasserschaden besteht, wenn die Konzentrationen gefährlicher Stoffe über der Geringfügigkeitsschwelle liegen, weil sie z. B. höher als die geogenen und ubiquitären Hintergrundwerte des Grundwassers sind" und führt weiter aus " Nach dem mittlerweile von der Landesarbeitsgemeinschaft Wasser (LAWA) 2004 veröffentlichten Stoffkatalog "Geringfügigkeitsschwellen zur Beurteilung von Grundwasserverunreinigungen" markiert der Wert von 100 µg MKW/l Grundwasser die Geringfügigkeitsschwelle. Erst wenn die Schwellen unterschritten sind, wird davon ausgegangen, dass sich langfristig die natürliche Grundwasserbeschaffenheit und damit der schadensfreie Zustand nach § 4 Abs. 3 Satz 1 BBodSchG wieder einstellt, so dass auch unter diesem Gesichtspunkt die Festsetzung eines Sanierungszielwertes von 200 µg MKW/l für das Grundwasser die Klägerin nicht in ihren Rechten verletzt." Nach einem anfänglich auf 100 µg MKW/l festgesetzten Sanierungsziel wurde dieses aus Gründen der Verhältnismäßigkeit auf 200 angehoben. Weitere Ausführungen des OVG beziehen sich auf das Verhältniss des LAWA-Prüfwertes für Grundwasser (100 - 200 µg MKW/l) zum Prüfwert der BBodSchV für Sickerwasser (200 µg MKW/l) und auf die Prüf- und Überwachungspflichten des Betreibers eines Heizöltanks:
http://www.dbovg.niedersachsen.de/Entscheidung.asp?Ind=0500020050000677%20LC
 
valentin - Okto 24, 2007 - 9:36:37
Landwirtschaftlicher Hochwasserschutz - 10 Steckbriefe für 12 Maßnahmen
Für 12 landwirtschaftliche Maßnahmen zum Rückhalt von Wasser wurden 10 Steckbriefen entwickelt. Sie stellen eine Zusammenfassung der Untersuchungsergebnisse des Projekts AMEWAM (Agricultural Measures for Water Management and their Integration into Spatial Planning), den Praxiserfahrungen der örtlichen Landwirte, den Anregungen der regionalen Administration und Beratung sowie praxisorientierter Literatur dar. Beschriebene Maßnahmen sind beispielsweise Ackerrandstreifen, Mulchsaat, Querbewirtschaftung oder Schlagteilung. Die Maßnahmen-Steckbriefe beinhalten neben einer Kurzbeschreibung und -bewertung der Maßnahme Informationen zur Wirkung und Effizienz der Maßnahmen hinsichtlich Wasser- und Bodenrückhalt, Planungs- und Ausführungsaspekte für eine praxisgerechte Umsetzung, Vor- und Nachteile der Maßnahme aus landwirtschaftlicher Sicht, betriebswirtschaftliche Kosten der Maßnahme sowie den regulativen Aufwand für eine fachgerechte Umsetzung. Zu kritisieren ist allenfalls der Pestizid-Einsatz bei der temporären Untersaat. Download unter
http://www.uni-hohenheim.de/i410a/steckbriefe/
 
valentin - Okto 16, 2007 - 9:55:45
NRW: Landwirtschaft stellt sich auf Klimawandel ein
"Die Landwirtschaft spürt die Auswirkungen des Klimawandels mit als erste und ist von der Entwicklung des Klimas abhängig", so Umweltminister Eckhard Uhlenberg auf der Fachtagung "Landwirtschaft-Klimawandel" am 12.10. in Düsseldorf. Zusammen mit Fachleuten aus Wissenschaft, Verbänden und Politik diskutierte der Minister über die Landwirtschaft als Betroffene, Mitverursacherin und Helferin des Klimawandels. "Als Betroffene des Klimawandels müssen sich die Landwirte an veränderte Bedingungen anpassen. Als Mitverursacherin, zum Beispiel durch die Emission klimarelevanter Gase aus der Tierhaltung, muss im eigenen Interesse die Ressourcen- und Energieeffizienz gesteigert werden. Eine Helferin gegen den Klimawandel kann die Landwirtschaft durch die Produktion von Biomasse sein, mit dem Ziel fossile Brennstoffe zu ersetzen. Bereits im vergangenen Jahr haben wir mit den beiden Landwirtschaftsverbänden einen wichtigen Beitrag der Landwirtschaft zum Klimawandel vereinbart", erklärte Minister Uhlenberg:
http://www.munlv.nrw.de/ministerium/presse/presse_aktuell/presse071012.php
 
valentin - Okto 16, 2007 - 9:49:06
Bundesministerin Schavan: Hightech-Strategie zum Klimaschutz
Das BMBF wird die Forschungsförderung zum Klimawandel weiter verstärken. In den nächsten drei Jahren sind zusätzliche 255 Mio. EURO für weitere Forschungsmaßnahmen vorgesehen. Dazu wird derzeit ein Aktionsprogramm Forschung zum Klimawandel erarbeitet. Das Programm soll sich an vordringlichen klimapolitischen Fragestellungen orientieren und von Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft Beiträge zur Lösung dieser Fragestellungen einfordern: "Für die Land- und Forstwirtschaft stellt sich die Frage nach dem angemessenen Umgang mit dem
Klimawandel auf besondere Weise. Der Kanon teils widersprüchlicher Interessen an der Nutzung der Landschaft wird um die Frage erweitert, wie die Anpassung an den Klimawandel bei gleichzeitigem Beitrag zum Klimaschutz gelingen kann. Mit Blick auf die Produktion nachwachsender Rohstoffe für die energetische und stoffliche Wandlung gewinnen dabei neue Nutzungsansätze an Bedeutung, nicht zuletzt um Ansprüchen der existierenden Kulturlandschaft zu genügen. In Fragen der Anpassung werden Systemansätze mit neuartigen Technologien diskutiert, die es im Zusammenspiel der einzelnen Komponenten ermöglichen, beispielsweise flexibel auf lokale Gegebenheiten von Bodenbeschaffenheit oder Wasserhaushalt zu reagieren oder extremen Trockenperioden oder Stürmen besser Widerstand leisten." Download der Broschüre unter:
http://www.bmbf.de/pub/hightech_strategie_fuer_klimaschutz.pdf
 
valentin - Okto 16, 2007 - 8:58:26
Bundespräsident Köhler: Bioenergie darf nicht zu Lasten von Ernährungssicherheit gehen
Bundespräsident Horst Köhler warnt vor neuen Agrar-Monokulturen in Entwicklungsländern auf Kosten der dortigen Ernährungslage. Monokulturen zur Herstellung von Biotreibstoff seien ohnehin keine adäquate Antwort auf das Problem des Klimawandels, sagte Köhler zum Welternährungstag am 16. Oktober in Rom. Dies führe dazu, dass damit die Wasserprobleme in den Entwicklungsregionen noch zunehmen und Preise für Grundnahrungsmittel wie Mais oder Weizen massiv steigen. Die Rede von Bundespräsident Horst Köhler bei der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation (FAO) der Vereinten Nationen finden Sie unter:
http://tinyurl.com/2oyj2y
 
valentin - Okto 10, 2007 - 10:24:24
EU-Bodenschutzstrategie: Ja, aber vom EP-Umweltausschuss
Am 09.10.2007 wurde im Umweltausschuss des EU-Parlaments in 1. Lesung das Thema Bodenrahmenrichtlinie behandelt. Nach ersten Meldungen über den beschlossenen Kompromiss gibt es sowohl positive als auch negative Punkte. So wurde beispielsweise der im Entwurf enthaltene Anhang 2 vollständig gestrichen. Auch beim Thema Bodenzustandsbericht beim Verkauf von Grundstücken sind deutliche Rückschritte im Kompromissvorschlag enthalten. Hier die Pressmitteilung der EU zum Thema:
http://tinyurl.com/2s9kwm
 
valentin - Aug 22, 2007 - 9:52:10
Hessen: Altlasten - Zahlen und Fakten 2007 erschienen
Während die Altablagerungen zu einem hohen Anteil bekannt sind, liegt die Quote der Ermittlung der Altstandorte noch unter 70 %. In Hessen sind 10.4347 Altstandorte ermittelt. Von den erfassten Altstandorten sind 432 als altlastverdächtige Flächen und 363 als Altlasten eingestuft. Lesen Sie den ausführlichen Bericht unter:
http://www.hlug.de/medien/altlasten/dokumente/zuf2007.pdf
 
valentin - Aug 15, 2007 - 9:46:40
Verwertung mineralischer Abfälle
Einen Überblick über die auf Bundesebene geführte Diskussion zu den Anforderungen an die ordnungsgemäße und schadlose Verwertung mineralischer Abfälle geben die Vorträge anlässlich des BMU-Workshops "Anforderungen an die ordnungsgemäße und schadlose Verwertung Mineralische Abfälle" am 13. und 14. Februar 2006 im Bundesumweltministerium in Bonn:
http://www.bmu.de/abfallwirtschaft/downloads/doc/36780.php
 
valentin - Aug 15, 2007 - 9:41:03
Aktionsplattform Bodenschutz
Am 05.09.2007 wird in Dresden die Aktionsplattform Bodenschutz durch den Zusammenschluss der Deutschen Bodenkundlichen Gesellschaft, des Bundesverband Boden e.V. und des Ingenieurtechnischen Verband Altlasten e.V. begründet. Ziel ist es, Kompetenzen im Bereich Bodennutzung, Bodenschutz und Altlastenaufbereitung zu bündeln und als Gesprächs- und Informationsplattform für Gesellschaft und Politik zur Verfügung zu stehen. Ein aktueller Aspekt ist z.B. eine gemeinsame Stellungnahme zur EU-Bodenschutzstrategie: Bund und Länder sind uneins über die Wirkungen der geplanten Rahmenrichtlinie. Insbesondere die Länder befürchten erhöhte Kosten und eine Einschränkung des Wirtschaftswachstums. Die Aktionsplattform sieht sich hier als unabhängiges beratendes Organ, um die politische Meinungsbildung und Konsensfindung zum Wohle des Bodens zu unterstützen.
http://boku.forst.tu-dresden.de/Boden/DBG_Dresden_2007/index.html
 
valentin - Aug 15, 2007 - 9:35:02
Dialog über das Umweltgesetzbuch
Die Bundesregierung will noch in dieser Wahlperiode den ersten Teil eines Umweltgesetzbuches (UGB) vorlegen. Das UGB soll das bislang zersplitterte Umweltrecht zusammenführen und vereinfachen. Das Bundesumweltministerium (BMU) und das Umweltbundesamt (UBA) begleiten die Entstehung mit der neuen Veröffentlichungsreihe "Forum Umweltgesetzbuch". In loser Folge sollen hier Autorinnen und Autoren aus der Bundespolitik, den Ländern, der Wirtschaft, den Umweltverbänden sowie aus Wissenschaft, Justiz und Vollzugspraxis ihren Standpunkt zum Umweltgesetzbuch veröffentlichen können. Der erste Band liegt nun vor:
http://www.uba.de/uba-info-medien/mysql_medien.php?anfrage=Kennummer&Suchwort=3297
 
valentin - Aug 15, 2007 - 9:25:27
Schadstoffeinträge durch Düngung und Abfallverwertung
Aktuell liegen die Ergebnisse eines vom Umweltbundesamt beauftragten Verbundvorhabens zur "Begrenzung von Schadstoffeinträgen in Böden durch Düngungsmaßnahmen" vor. Der Bericht beinhaltet eine Zusammenstellung von Gehalten anorganischer und organischer Schadstoffe in Düngern sowie in landwirtschaftlichen Böden. Im Boden der mit Klärschlamm gedüngten Flächen wurden gegenüber den Kontrollflächen in signifikanten Mengen vor allem persistente Kontaminanten identifiziert, die bisher nicht ubiquitär in Böden verteilt sind. Dies sind die im Projekt bestätigten Stoffe aus den Gruppen der Zinnorganika und Moschusverbindungen. Download des Berichtes:
http://www.uba.de/uba-info-medien/mysql_medien.php?anfrage=Kennummer&Suchwort=3295
 
valentin - Aug 15, 2007 - 9:15:58
Perfluorierte Verbindungen im Trinkwasser
Seit einiger Zeit finden sich in Deutschland wiederholt perfluorierte Verbindungen (PFC) im menschlichen Blut, in Flüssen, Talsperren und vereinzelt im Trinkwasser. Besonders viele Funde gab es in Nordrhein-Westfalen. Die bisherigen PFC-Funde im Trinkwasser geben aber keinen Anlass zu gesundheitlicher Sorge. Zu dieser Bewertung kommt die Trinkwasserkommission des Bundesgesundheitsministeriums (TWK) in einer aktuellen Bewertung vom 7. August 2007. Der BUND in NRW kritisiert hingegen den NRW-Umweltminister und die Wasserwerke wegen der "Geheimniskrämerei" um die Veröffentlichung der PFT-Daten. Die Bevölkerung habe ein Anrecht auf vollständige Aufklärung über die gesundheitlichen Risiken durch die Freisetzung der giftigen Chemikalie in die Ruhr und andere zur Trinkwassergewinnung genutzte Gewässer.
http://umweltbundesamt.de/uba-info-presse/2007/pd07-053.htm
 
valentin - Aug 15, 2007 - 9:07:38
Landwirtschaft ist hochadaptiv
Wie sich eine globale Erwärmung auf die Landwirtschaft auswirken könnte, ist bislang unklar. Während immer wieder zu hören ist, ein höherer CO2-Gehalt in der Atmosphäre könnte das Pflanzenwachstum gar fördern, zeigen verschiedene Forschungsarbeiten, das diese Rechnung zu simpel ist. Der Pflanzenökologe Andreas Fangmeier betreibt an der Universität Hohenheim Versuchsanordnungen, um den Effekt des Klimawandels auf landwirtschaftliche Nutzpflanzen genauer zu verstehen. Technology Review sprach mit Fangmeier über die zu erwartenden negativen Effekte, die bislang unterschätzte Schlüsselrolle des Enzyms Rubisco und mögliche Anpassungsstrategien für Landwirte:
http://www.heise.de/tr/artikel/88634
 
valentin - Jul 5, 2007 - 10:18:23
3Sat/nano: Teures Wohngebiet liegt auf größter bewohnter Altlast

Im Stadtteil Osnabrück-Wüste steht die größte bewohnte Altlast Deutschlands; im zweitteuersten Wohngebiet der Stadt sind 1800 Grundstücke verseucht. In dem Gebiet, das früher als Abfall-Deponie genutzt wurde, müssen die verseuchten Böden abgetragen und ersetzt werden. Angeblich brachten erst gesundheitliche Beschwerden der Anwohner das Amt auf die Spur der Gifte und des Mülls. Neben Teilen alter Krüge aus den 1920er Jahren lassen sich auch polyzyklische Kohlenwasserstoffe (PAK) und Blei finden. Weiter Informationen und einen Link zum Web-TV-Beitrag finden Sie unter:
http://www.3sat.de/nano/bstuecke/110207/index.html
 
valentin - Jul 5, 2007 - 10:10:47
3Sat/nano: Beitrag zur EU-Bodenschutzstrategie
Laut einer Folgekosten-Analyse kostet verseuchter Boden in Europa 38 Milliarden Euro pro Jahr. Diese Last tragen die Bürger, nicht die Verursacher. Barbara Helferich von der EU-Umweltkommission schätzt, dass es mindestens 3,5 Millionen kontaminierte Flächen in Europa gibt. Die EU-Kommission legte deshalb eine Rahmenrichtlinie für den Bodenschutz vor. Darin verlangt sie umfangreiche Maßnahmen. Denn nicht nur die Bodenverseuchung selbst ist ein Problem, sondern auch die Bodenversiegelung. Weiter Informationen und einen Link zum Web-TV-Beitrag finden Sie unter:
http://www.3sat.de/nano/bstuecke/110218/index.html
 
valentin - Jul 5, 2007 - 10:01:05
PFT in Klärschlamm von 26 Kläranlagen festgestellt
Im Klärschlamm von 26 Kläranlagen Baden-Württembergs wurden erhöhte Werte der als gesundheitsschädlich und krebserregend eingestuften perfluorierten Tensiden (PFT) festgestellt. Dies gab Umweltministerin Tanja Gönner bekannt. Die PFT-Werte lagen in den betroffenen Anlagen bei über 100 Mikrogramm pro Kilogramm getrockneten Klärschlamms; der Höchstwert habe bei 5.136 Mikrogramm gelegen. Es flossen Messergebnisse von 80 kommunalen Kläranlagen ein, die auch Abwasser von Industriebetrieben reinigen, die in ihrem Produktionsprozessen PFT behandeln. Bei acht der Anlagen, bei denen erhöhte PFT-Werte festgestellt wurden, habe eine Bodenverwertung des Klärschlamms im Landschaftsbau oder in der Landwirtschaft stattgefunden, erläuterte Gönner. Die örtlichen Behörden hätten bereits am vergangenen Freitag nach Bestätigung der Messergebnissen aus Gründen der Umwelt- und Gesundheitsvorsorge eine weitere Aufbringung des Klärschlamms unmittelbar untersagt. Nach derzeit vorliegenden Erkenntnissen bestehe keine unmittelbare Gefahr für Umwelt und Gesundheit der Menschen. Im Grundwasser seien bisher noch keine erhöhten Werte gefunden worden.
http://www.um.baden-wuerttemberg.de/servlet/is/35333/
 
valentin - Jun 29, 2007 - 10:42:55
Erhöhte PFT-Werte in Gärrückständen von Biogasanlagen
Hohe PFT-Werte wurden in Gärrückständen von drei Biogasanlagen im Hochsauerlandkreis und im Kreis Soest gefunden. Die Werte der einzelnen Untersuchungen liegen bei 3400 µg/kg, 2700 µg/kg und 400 µg/kg. Der vom Umweltministerium NRW unter Vorsorgegesichtspunkten vorgegebene PFT-Richtwert liegt bei 100 µg/kg. Nach dem Bekanntwerden der PFT-Belastungen im vorigen Jahr wurden vom Umweltministerium Untersuchungen auch für Biogasanlagen angeordnet. Im Rahmen dieser Untersuchungen musste wegen des hohen Fettgehaltes der Proben eine neue Methode zur Aufbereitung der Proben entwickelt werden, um in Gärrückständen PFT messen zu können. Die für die PFT-Belastung von Klärschlämmen im Möhneeinzugsgebiet verantwortlichen Firmen haben diese Schlämme auch in Biogasanlagen verwendet. Die Gärrückstände sind auf landwirtschaftliche Flächen im Hochsauerland und im Kreis Soest ausgebracht worden. Die Ausbringflächen werden derzeit ermittelt und unverzüglich überprüft. Das weitere Ausbringen von Gärrückständen der Biogasanlagen ist gestoppt. Notwendige weitere Untersuchungen, sowohl der Gärrückstände als auch zur Ermittlung einer möglichen Belastung der Ausbringflächen, sind in Abstimmung mit der Bezirksregierung Arnsberg sowie den Kreisen Soest und Hochsauerlandkreis eingeleitet worden. Auf Initiative des NRW-Umweltministeriums hat der Bundesrat eine Änderung Bioabfallverordnung verlangt. Ziel der Änderung ist, dass nur einzelne zulässige Stoffe miteinander gemischt werden dürfen und dies auch dokumentiert werden muss. Damit soll verhindert werden, dass ein schon gemischter Stoff mit einem weiteren gemischten Stoff vermengt wird und damit die Verfolgbarkeit der einzelnen Inhaltsstoffe erschwert wird.
http://www.munlv.nrw.de/ministerium/presse/presse_aktuell/presse070629.php
 
valentin - Jun 18, 2007 - 8:43:21
BUND: Nano-Technologie muss stärker kontrolliert werden
Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat eine stärkere Kontrolle der Nano-Technologie gefordert. Gesetzeslücken und Informationsdefizite seien für diese Branche derzeit kennzeichnend. Um potentiellen Gefahren der neuen Technologie entgegen zu wirken, sei die strikte Anwendung des Vorsorgeprinzips erforderlich. Dazu gehöre die Einführung verpflichtender Sicherheitstests für Nano-Produkte. So lange die Ungefährlichkeit eines Nano-Produktes nicht eindeutig erwiesen sei, dürfe es nicht vermarktet werden. Dabei sei die gesamte Produktkette von der Herstellung über den Gebrauch bis zur Entsorgung einzubeziehen. Als Nano-Partikel gelten Teilchen, die weniger als 100 Nanometer messen. Damit sind sie mehr als 500-fach kleiner als der Durchmesser eines Haares. Diese Kleinstteilchen sind in der Lage, körperliche Schutzmechanismen wie die Blut-Hirn-Schranke oder die Plazentaschranke zu überwinden. Durch ihre geringe Größe weisen sie zudem neue Stoffeigenschaften auf, die sich zwar industriell nutzen lassen, jedoch auch toxisch sein können. So haben einige Nano-Substanzen in Tierversuchen zu Hirn- und Lungenschäden geführt. Wilfried Kühling, Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats des BUND: "Für Nano-Partikel brauchen wir dringend gesetzliche Regelungen. Nano-Partikel müssen als eigene Stoffklasse definiert werden. Alle Informationen und Daten müssen zusammengeführt und die Umweltverbände bei der Bewertung von Risiken einbezogen werden. Die Verbraucher haben ein Recht auf umfassende Aufklärung über mögliche Gefahren. Und wo Nano drin ist, muss auch Nano draufstehen." Das BUND-Positionspapier "Für einen verantwortungsvollen Umgang mit der Nano-Technologie" finden Sie hier:
http://www.bund.net/lab/reddot2/pdf/bundposition_nano_03_07.pdf
 
valentin - Jun 11, 2007 - 10:45:12
Sickerwasserprognose bei Detailuntersuchungen
Ergänzend zu der bereits 2003 veröffentlichten Arbeitshilfe "Sickerwasserprognose bei orientierenden Untersuchungen", befasst sich die nunmehr erstellte Arbeitshilfe mit der Durchführung der Sickerwasserprognose bei Detailuntersuchungen und unterstützt damit die Arbeit der Bodenschutzvollzugsbehörden bei Untersuchungen und Bewertungen des Wirkungspfades Boden - Grundwasser. Die Umweltministerkonferenz empfiehlt die Anwendung der Arbeitshilfe in den Ländern und hat mit Beschluss Nr. 12/2007 vom 14. Mai 2007 der Veröffentlichung zugestimmt.
http://www.labo-deutschland.de/pdf/TOP%2010.4_Endfassung%20Sickerwasserprognose.pdf
 
valentin - Jun 11, 2007 - 10:42:39
Umweltbericht NRW
Das Umweltministerium NRW hat den ersten Umweltbericht für Nordrhein-Westfalen vorgestellt, der die wichtigsten Fakten und Trends zur Entwicklung von Natur und Umwelt in einem Band übersichtlich aufbereitet zur Verfügung stellt. "Mein Ziel ist eine transparente und bürgernahe Umweltpolitik. Der Bericht soll umfassend informieren, sensibilisieren und aktivieren", sagte Minister Uhlenberg. Erläutert werden die Maßnahmen der Umweltpolitik und ihren Beitrag zu Lebensqualität, Gesundheit, Natur, Innovation und Bildung. In 54 abgeschlossenen Artikeln werden Daten und Hintergründe zu wichtigen Umweltbereichen dargestellt. Ausführlich dargestellt werden auch die Bereiche Bodenschutz, Altlasten und Flächenverbrauch. Auf dieser Seite finden Sie die einzelnen Kapitel zum Download:
http://www.munlv.nrw.de/umwelt/umweltinformationen/umweltbericht/ub_2006/index.php
 
valentin - Jun 1, 2007 - 4:58:39
REACH - Das neue EU-Chemikalienrecht tritt in Kraft
Das neue europäische Chemikalienrecht (REACH) ist heute am 01.06.2007 in Kraft getreten. REACH steht für Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung chemischer Stoffe. Ziele der neuen Verordnung sind die Verbesserung des Schutzes der menschlichen Gesundheit und der Umwelt unter Aufrechterhaltung der Wettbewerbsfähigkeit sowie die Stärkung der Innovationsfähigkeit der europäischen Chemieindustrie. Darüber hinaus sieht REACH für die Industrie eine größere Verantwortung bei der Handhabung von Risiken und bei der Bereitstellung von Sicherheitsinformationen vor. Diese Informationen sollen entlang der Produktionskette weitergereicht werden. Einen umfangreiche Analyse finden Sie auch in Technology Review: Chemische Vergangenheitsbewältigung. Hier gelangen Sie zur offizielle Startseite der Europäische Agentur für chemische Stoffe (ECHA) in Helsinki
http://ec.europa.eu/echa/home_de.html
 
valentin - Mai 29, 2007 - 9:52:25
Mit "Moor-Projekt" zum Bundespräsidenten
Ein an der Universität Greifswald entwickeltes neuartiges Konzept zur nachhaltigen und umweltschonenden Nutzung von zerstörten Mooren wird mit einer ganz besonderen Auszeichnung geehrt. Vom 5. bis zum 6. Juni 2007 präsentieren Institutsdirektor Prof. Stefan Zerbe und seine Mitarbeiter im Park von Schloss Bellevue in Berlin im Rahmen der Woche der Umwelt das Konzept im Bereich Naturschutz Gewässer- und Bodenschutz. Von über 400 Bewerbern wurden die 180 besten Unternehmen und Institutionen ausgewählt, um innovative Umweltschutztechnologien und -projekte vorzustellen. Unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten Horst Köhler und mit Unterstützung der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) wird die Woche der Umwelt nach 2002 und 2004 bereits zum dritten Mal durchgeführt.
http://idw-online.de/pages/de/news210689
 
valentin - Mai 29, 2007 - 8:45:38
Schlammvulkan auf Java ist nicht zu stoppen
Seit einem Jahr schon quillt im Osten Javas stinkender Schlamm aus der Erde und überflutet Dörfer. Proteste der Anwohner, die obdachlos wurden, halfen bislang ebenso wenig wie Betonkugeln, die die stinkende Masse stoppen sollten. Forscher und Ingenieure sind ratlos. Sehen Sie auf Spiegel.de hierzu eine Filmeinspielung
http://www.spiegel.de/videoplayer/0,6298,18551,00.html
 
valentin - Mai 15, 2007 - 10:37:56
Gigantisch große und unterirdische Sondermülldeponie
Das Kali-Bergwerk Herfa-Neurode in Hessen beherbergt die weltweit erste und größte Untertagedeponie für Giftmüll. In 800 Meter Tiefe lagern insgesamt 2,6 Millionen Tonnen Giftmüll. Mit dem Quecksilber, Dioxin, Furan und Arsen ließe sich problemlos die ganze Menschheit ausrotten. In den ausgeräumten, leeren Grubenfeldern von Herfa-Neurode verschwindet seit 35 Jahren der gefährlichste Abfall unserer Zivilisation. 50.000 Tonnen kommen pro Jahr im Kali-Bergwerk an. Lesen Sie einen interessanten Beitrag von 3Sat/nano:
http://www.3sat.de/nano/bstuecke/107799/index.html
 
valentin - Apr 30, 2007 - 8:58:43
Umweltschadensgesetz: Umweltschäden müssen künftig vom Verursacher saniert werden
Das neue Umweltschadensgesetz ist heute am 30. April in Kraft getreten. Natur- und Umweltschützer könnten ab sofort effektiver gegen Umweltsünder vorgehen. Mit einem formlosen Antrag bei der Umweltbehörde könnten künftig Verursacher zur umfassenden Sanierung der von ihnen angerichteten Schäden verpflichtet werden. Als Umweltschaden gelte künftig jede erhebliche neue Schädigung von Gewässern, Böden, Biotopen und Arten, unabhängig davon, ob sie sich innerhalb oder außerhalb von Schutzgebieten ereigne. Zu begrüßen sei, dass die jetzt eingeführte verschuldensunabhängige Haftung auch für Landwirte Gültigkeit habe. Bisher waren zum Beispiel agrarwirtschaftlich bedingte Schäden am Grundwasser nicht sanierungspflichtig, so lange die Beeinträchtigung im Rahmen der so genannten "guten fachlichen Praxis" geschah. BUND-Geschäftsführer Gerhard Timm: "Die Bundesregierung hat diesmal dem Druck der Agrarlobby standgehalten und strikte Regeln zur Sanierung von Umweltschäden festgesetzt. Eine ebenso standhafte Haltung müssen nun die Länder bei der Festlegung des Schadensersatzes einnehmen. Sie dürfen keinen Gebrauch von der Möglichkeit machen, Umweltsünder von Sanierungskosten zu befreien. Für Umweltschäden muss der Verursacher und nicht die Allgemeinheit zahlen. Das gilt auch für Schäden, die Land- und Forstwirtschaft verantworten." Lesen Sie weiter:
http://bund.net/lab/reddot2/aktuell_pressemitteilungen_6270.htm
 
valentin - Apr 16, 2007 - 9:33:20
FACTS.ch: Chemiemüll in den Böden des Dreiländerecks
Das Schweizer Nachrichtenmagazin FACTS berichtet über zehntausende Tonnen von Chemiemüll, die in den Böden des Dreiländerecks liegen. Nicht nur in Deponien, wie die Lobbyisten der Chemie immer behaupten, sondern sogar unter Äckern. Jetzt fürchtet eine Region um ihr Trinkwasser. Lesen Sie einen ausführlichen Bericht über Altlasten, Lobbyisten, besorgte Bauern, Fässer unterm Pflug und die Hintergründe:
http://www.facts.ch/dyn/magazin/wirtschaft/737791.html
 
valentin - Apr 2, 2007 - 00:27:34
BUND: Hintergrund Grundwasser erschienen
Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat den BUNDHintergrund Grundwasser veröffentlicht, der anlässlich der Umsetzung der Grundwasserrichtlinie erschienen ist. Das interdisziplinär erstellte Kompendium geht umfassend und anschaulich auf den Lebensraum Grundwasser, auf wichtige klassische und neue Handlungsfelder (z.B. Geothermie, Klimawandel, Privatisierung) des Grundwasserschutzes ein. Für die Grundwasserexperten des BUND ist eine zentrale Forderung, den Grundwasserschutz flächendeckend umzusetzen.
http://www.bund.net/lab/reddot2/pdf/hintergrund_grundwasser.pdf
 
valentin - Mär 22, 2007 - 10:12:37
Düsseldorfer Erklärung: Deutsche Umweltminister vereinbaren aktive Klimaschutzpolitik
Die Umweltminister des Bundes und der Länder wollen Klimapolitik in Verantwortung für gegenwärtige und künftige Generationen nachhaltig und aktiv gestalten. "Klimaschutz und Strategien zur Anpassung an den Klimawandel haben eine hohe ökologische und ökonomische Bedeutung. Daher ist es im vitalen Interesse Deutschlands und seiner Länder, eine aktive Klimaschutzpolitik im nationalen, europäischen und weltweiten Rahmen zu betreiben", heißt es in der "Düsseldorfer Erklärung", die heute im Landtag verabschiedet worden ist.
http://www.munlv.nrw.de/ministerium/presse/presse_extra/pdf/beschlussvorschlag.pdf
 
valentin - Mär 22, 2007 - 9:22:46
Tanja Gönner: Klärschlamm gehört nicht auf Äcker und Böden
Nach Mitteilung des Umweltministeriums hat die LUBW - Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg - in Klärschlamm der Kläranlage Schiltach (Landkreis Rottweil) erhöhte Werte der Chemikalie PFOS festgestellt. PFOS zählt zur Chemikaliengruppe der Perfluorierten Tenside (PFT). Der Höchstwert lag bei fünf Milligramm pro Kilogramm Klärschlamm in der Trockenmasse. Im vergangenen Jahr wurden in Gewässern in Nordrhein-Westfalen erhöhte Werte der Chemikalien gefunden. Der in Schiltach gemessene Wert übersteigt den seither in Nordrhein-Westfalen für die Aufbringung von Klärschlamm in der Landwirtschaft und im Landschaftsbau geltenden Richtwert um das 50fache. Die Messungen der LUBW erfolgten im Rahmen eines Ende 2006 angelaufenen Untersuchungsprogramms zur Feststellung von Chemikalienrückständen in der Umwelt. "Die Verwendung des Klärschlamms ist lückenlos zu klären. Außerdem muss die Herkunft der Chemikalie ermittelt werden", erklärte Umweltministerin Tanja Gönner. Ein Aufbringungsverbot für den Klärschlamm sei bereits am vergangenen Freitag angeordnet worden, nachdem erste vorläufige Messergebnisse auf eine Belastung hindeuteten. Umweltministerin Tanja Gönner kündigte weitere Untersuchungen im Land von Abwasser und Klärschlämmen auf PFT an. "Bei den bislang vorgenommenen Stichprobenuntersuchungen wurden im Abwasser keine erhöhten Werte gemessen. Das hat sich nun geändert. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass auch in anderen Anlagen erhöhte Werte vorhanden sind." Die aktuellen PFT-Funde bestätigten die restriktive Haltung des Landes beim Einsatz von Klärschlamm als Düngemittel in der Landwirtschaft und als Substrat im Landschaftsbau, so Umweltministerin Gönner. "In der Abwasserreinigung wird mit großer Sorgfalt und hohem technischem Aufwand das Wasser von Schadstoffen gereinigt. Der daraus entstehende Klärschlamm hat nichts auf Böden zu suchen. Wir müssen dafür Sorge tragen, dass Klärschlamm und die darin enthaltenen Schadstoffe nicht wieder zurück in den Naturkreislauf und die Nahrungskette gelangen." Dabei müsse auch ein generelles Aufbringungsverbot für Klärschlamm in Betracht gezogen werden.
http://www.um.baden-wuerttemberg.de/servlet/is/31554/
 
valentin - Mär 13, 2007 - 10:37:54
PFT-Verbindung im Blut bei Arnsberger Studiengruppe erhöht
Als "bedauerlich und nicht akzeptabel" hat NRW-Umweltminister Uhlenberg die Ergebnisse einer Studie bezeichnet, die er aus Anlass der im Vorjahr ermittelten erhöhten Konzentrationen an perfluorierten Verbindungen (PFT) im Arnsberger Trinkwasser veranlasst hatte. Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass der Konsum PFT-verunreinigten Trinkwassers bei der Arnsberger Studiengruppe zu einer erhöhten Belastung mit der PFT-Verbindung PFOA (Perfluoroktansäure) im Blut geführt hat. Im Mittel finden sich bei der Arnsberger Studiengruppe fünf- bis achtfach höhere PFOA-Werte im Blut als bei den Vergleichsgruppen aus Brilon und Siegen. Bei allen anderen untersuchten PFT-Verbindungen, wie z.B. beim PFOS (Perfluoroktansulfonsäure) oder beim PFHxS (Perfluorhexansulfonsäure), konnte kein Ortsunterschied ermittelt werden. Lesen Sie die gesamte Pressemitteilung unter:
http://www.munlv.nrw.de/ministerium/presse/presse_aktuell/presse070312.php
 
valentin - Mär 13, 2007 - 10:33:41
Perfluorierte Verbindungen: falscher Alarm oder berechtigte Sorge?
Was hat es auf sich mit PFT? Ist Teflon® PFT? Darf ich meine Gore-tex® Jacke noch tragen? Sind die Rückstände im Trinkwasser und in Nahrungsmitteln - wie in Fischen oder Pommes frites - gefährlich für uns und unsere Kinder? Die Nachweise perfluorierter Verbindungen im menschlichen Blut und in Gewässern, besonders im Trinkwasser, erregen zunehmend Besorgnis in der Bevölkerung. Mit einem neuen Hintergrundpapier zu perfluorierten Verbindungen will das Umweltbundesamt (UBA) Klarheit in die Diskussion bringen und die aktuellen wissenschaftlichen Hintergründe vermitteln. Das Papier stellt die wichtigsten perfluorierten Verbindungen, ihre Verwendungen und Verbreitungspfade bis in unser Blut sowie die Risiken für Mensch und Umwelt dar.
http://www.umweltbundesamt.de/uba-info-presse/hintergrund/perfluorierte-verbindungen.pdf
 
valentin - Mär 10, 2007 - 9:30:38
Haftung für Eigentümer bei Altlastensanierung begrenzen
Bereits im Oktober 2006 hat DIE LINKE eine Gesetzesinitiative zur Änderung des §4 BBodSchG initiiert. Ziel ist die Begrenzung der Inanspruchnahme bei der Zustandsstörerhaftung. So soll §4 BBodSchG ergänzt werden: "Die Verantwortlichkeit des Eigentümers bzw. des Inhabers der tatsächlichen Gewalt entfällt, soweit die Kosten der Sanierung unzumutbar sind. Als unzumutbar gelten beim Eigentümer jene Sanierungskosten, die den Verkehrswert des Grundstücks nach der Sanierung übersteigen. Ist das Grundstück der wesentliche Teil des Vermögens des Eigentümers oder ist dem Eigentümer durch die Inanspruchnahme als Sanierungspflichtiger auch auf sonstige Art und Weise die in der Grundstücksnutzung liegende wirtschaftliche Grundlage der persönlichen Lebensführung entzogen, so gelten Kosten der Sanierung als unzumutbar. Die unzumutbaren Kosten trägt das jeweilige Bundesland." Begründung und gesamter Wortlaut des Änderungsvorschlags finden Sie hier:
http://dip.bundestag.de/btd/16/030/1603017.pdf
 
valentin - Mär 7, 2007 - 9:24:19
FDP: Offener Konflikt in der schwarz-roten Koalition macht Umweltausschuss des Bundestages sprachunfähig
Zum heutigen Eklat bei der Abstimmung der schwarz-roten Koalition im Umweltausschuss zum künftigen europäischen Bodenschutzrecht erklärt die Sprecherin für Naturschutz der FDP-Bundestagsfraktion Angelika BRUNKHORST: Der Bundestag hat heute eine wichtige Gelegenheit verpasst, um Verbesserungen beim europäischen Bodenschutzrecht und bei der Wettbewerbsfähigkeit der davon betroffenen Unternehmen in Deutschland zu erreichen. Die Chance, aus dem Deutschen Parlament heraus Einfluss auf die Gestaltung des künftigen Bodenschutzrechts in Europa zu nehmen, musste der Halsstarrigkeit von CDU/CSU geopfert werden. Aus Angst vor einigen unionsregierten Ländern hat die CDU/CSU den Umweltausschuss des Deutschen Bundestages gezwungen, stumm zu bleiben.
Rot, Schwarz und Gelb waren sich in intensiven Vorgesprächen einig, dass ein wirksamer Bodenschutz von EU-Seite so geregelt werden muss, dass die in Deutschland hohen Ansprüche nicht nur für hiesige Unternehmen, sondern auch in anderen Mitgliedstaaten gelten müssen. Dies gilt insbesondere in den östlichen Partnerländern. Außerdem sollte die Bundesregierung vom Parlament aufgefordert werden, sich auf europäischer Ebene dafür einzusetzen, dass Vorschriften aus Brüssel sich auf das notwendige Mindestmaß beschränken.
Allein die FDP hat die gemeinsame Linie bis zum Schluss durchgehalten und vertreten. Bei der Abstimmung über eine gemeinsame Entschließung blieb die FDP jedoch allein: Die Union hat der SPD den Mund verboten.
http://fdp.de/webcom/show_websiteprog.php/_c-730/_lkm-167/_nr-7986/bis-/i.html
 
valentin - Mär 3, 2007 - 5:45:29
TERESA - Technologieregister zur Sanierung von Altlasten
Das Technologieregister zur Sanierung von Altlasten - TERESA - steht jetzt im Internet zur Verfügung. Das Angebot richtet sich vor allem an Sanierungspflichtige, Ingenieurbüros, Wissenschaft, Industrie und Verwaltung und alle Interessierten. Es bietet Interessenten die Möglichkeit der Datenrecherche nach Firmen, Sanierungsverfahren, Stoffen und Medien. Registrierte Anbietern von Sanierungstechnologien haben die Möglichkeit, ihre Verfahren und Projekte in die Datenbank einzustellen und über die Informationsplattform einer breiten (Fach-) Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
http://www.teresa3.de
 
valentin - Feb 25, 2007 - 4:10:23
The Future of Soil Science
"The Future of Soil Science" contains the views from 55 soil scientists in 28 countries - from Finland to South Africa, from Canada to Ghana, Malaysia and China. The result is a palette of opinions and views great reflecting diversity but also several commonalities. It aims to feed the discussion of the pessimists ("pedology is dead and buried") and the optimists ("future for soil science is brighter than ever"), and makes background reading for the 18th World Congress of Soil Science in Philadelphia, USA. This book is compulsory reading for anyone interested in soil science and its future directions. Download:
http://www.iuss.org/2006%20-%20Future%20of%20Soil%20Science.pdf
 
valentin - Feb 23, 2007 - 9:10:46
SRU fordert Aufwertung der Umweltverwaltungen
Der Sachverständigenrat für Umweltfragen (SRU) hat sein Sondergutachten "Umweltverwaltungen unter Reformdruck" vorgelegt. Die Umweltverwaltungen arbeiten inzwischen vielfach an der Grenze der Belastbarkeit und können nicht mehr konsequent alle Aufgaben angemessen erfüllen. Anlässlich der Übergabe des Sondergutachtens stellt der Vorsitzende des SRU Prof. Dr. Hans-Joachim Koch fest: "Ohne einen wirksamen Vollzug nützen selbst die ehrgeizigsten Umweltziele wenig. Die Leistungsfähigkeit der Umweltverwaltungen muss wieder in den Mittelpunkt der Reformanstrengungen gerückt werden." Umweltverwaltungen leisten einen wesentlichen Beitrag zum hohen Umweltschutzniveau, zu Standortqualität, Investitionssicherheit und Innovation in Deutschland. Noch gehört Deutschland gerade in den Bereichen Luftreinhaltung, Gewässerschutz und Abfallwirtschaft auch dank der engagierten und effizient arbeitenden Umweltverwaltungen zum internationalen Spitzenfeld. In den letzten Jahren mussten jedoch die Umweltverwaltungen mehr und immer anspruchsvollere Aufgaben mit schrumpfenden Finanz- und Personalmitteln erfüllen. Seit 1996 sind die gesamtstaatlichen Umweltausgaben um 22% (oder 600 Millionen Euro) gesunken. Während die Klimadebatte derzeit erneut vor Augen führt, wie unverzichtbar ein wirksamer Umweltschutz ist, streben die Bundesländer unter dem Druck angespannter Haushalte einen massiven Abbau von Personal und Finanzmitteln in den Umweltverwaltungen an. Weiterhin hält der SRU die Summe der inzwischen erfolgten Einschränkungen im verwaltungsgerichtlichen Rechtsschutz in Verbindung mit dem aktuellen Verzicht auf eine angemessene, dem Geist der Aarhus-Konvention und der gemeinschaftsrechtlichen Vorgaben entsprechenden Ausgestaltung von Verbandsklagerechten im Umweltschutz auch deshalb für fragwürdig, weil Klagerechte die fachliche Arbeit der Verwaltung in den oftmals zu stärken geeignet sind. Download des Gutachtens unter:
http://umweltrat.de/02gutach/downlo02/sonderg/SG_Umweltverwaltungen.pdf
 
valentin - Feb 20, 2007 - 10:24:30
EU-Bodenschutzstrategie im EU-Umweltrat diskutiert
Auf der ersten Sitzung des EU-Umweltrates am 20.02.2007 unter Vorsitz Deutschlands wurde erstmals die von der Kommission entworfene Bodenschutzstrategie diskutiert. Die gesamte Sitzung kann als Stream angesehen werden. Die Links und eine kurze Zusammenfassung finden Sie hier:
http://www.fischbar.de/boden/eu_soil.php#eu_ratssitzung
 
valentin - Feb 13, 2007 - 11:26:59
Top 10 der verschmutzen Orte
Das Blacksmith Institute begann 2003 seine "Polluted Places Initiative", um stark verunreinigte Orte in der Welt zu identifizieren. Weltweit wurden 300 Orte untersucht und daraus die 10 schlimmsten Orte ermittelt. Dazu gehört auch die russische Stadt Norilsk. An kaum einem anderen Ort auf der Welt ist Boden, Wasser und Luft derart verseucht. Die Stadt ist seit 2001 für Ausländer gesperrt.
http://www.blacksmithinstitute.org/ten.php
 
valentin - Jan 20, 2007 - 4:18:55
FAO-Studie: Kühe sind Klimakiller ersten Ranges
Die weltweite Nachfrage nach Fleisch- und Milchprodukten wird sich bis 2050 voraussichtlich verdoppeln. Gleichzeitig schlagen die Umweltkosten der Viehwirtschaft immer deutlicher zu Buche. Schon heute verursacht die Viehzucht weltweit mehr Treibhausgase als das Transportwesen. Darauf weist die Welternährungsorganisation FAO in der Ende November veröffentlichten Studie "Livestock's long shadow" hin. Klima, Land, Wasser: laut FAO bleibt kein Bereich von den negativen Auswirkungen der rasant wachsenden Viehwirtschaft verschont. Rund ein Drittel der gesamten Landfläche der Erde wird demnach bereits als Weidefläche oder für die Futtermittelproduktion genutzt. Die Erschließung neuen Weidelandes sei zudem mitverantwortlich für die anhaltende Entwaldung ganzer Landstriche. Die UN-Organisation schätzt, dass alleine in Lateinamerika mehr als 70 Prozent des Regenwaldes inzwischen der Viehzucht weichen musste. Zudem verschärfe der Sektor die Wasserknappheit. Beträchtliche Mengen Wasser flössen in die Futtermittelproduktion, die Überweidung großer Flächen zerstöre vielerorts die natürlichen Wasserkreisläufe. Lesen Sie weiter auf den Seiten des Rates für nachhaltige Entwicklung. Dort auch Download der Studie. Einen weiteren Artikel zur Studie finden Sie in der Die Zeit 04/2007
http://www.nachhaltigkeitsrat.de/aktuell/news/2007/10-01_05/
 

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PFT

Lesen sie hier alles zum Thema Perfluorierte Tenside



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Der Flächenverbrauch in Deutschland liegt 2003 bei tglich 97 Hektar. Können Sie sich diese Zahl vorstellen? Der Verbrauchs-Zähler macht"s deutlich:

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Umwelt-Online-Award

Das Forum Bodenschutz und Altlasten wurde im September 2001 mit dem Umwelt-Online- Award in Bronze ausgezeichnet....
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