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Archiv 'Forum Bodenschutz und Altlasten' 2005

 
valentin - Dez 6, 2005 - 4:11:48
Bodenschutz – eine Aufgabe für die Europäische Union
Böden sind eine der wesentlichen Lebensgrundlagen des Menschen. Sie stehen im Zentrum des Umweltschutzes, mit vielen Schnittstellen zu den anderen Schutzgütern – wie Wasser und Luft. "Ohne saubere Böden ist sauberes Trinkwasser auf Dauer nicht sicher zu stellen und die dauerhafte Produktion gesunder landwirtschaftlicher Produkte kaum möglich", sagte der Präsident des Umweltbundesamtes (UBA), Prof. Dr. Andreas Troge auf der Veranstaltung am 05.12.2005 in Dessau. Dabei reiche es nicht aus, sich auf nationalen Erfolgen eines vorsorgenden Bodenschutzes auszuruhen. Mittlerweile stellt überwiegend die Europäische Union (EU) die Anforderungen an Lebensmittel und Trinkwasser, die dann national einzuhalten sind. Ohne weitergehende europäische Regelungen zum Bodenschutz – wie die schon länger von der EU-Kommission angekündigte Bodenschutzrichtlinie – ist es schwierig, das bislang erreichte hohe Schutzniveau in Deutschland zu halten. Deshalb resümierte Troge: "Bodenschutz ist vorgezogener Verbraucherschutz – und dieses Thema gilt es, auch auf der europäischen Ebene voranzubringen." Auf der zweiten Veranstaltung der Kommission Bodenschutz des Umweltbundesamtes (KBU) anlässlich des Internationalen Tages des Bodens trafen sich in Dessau knapp 300 Fachleute aus Wirtschaft, Wissenschaft, Verwaltung sowie Politik und stellten damit eindrucksvoll unter Beweis, dass der Schutz der Böden nicht vergessen, sondern eine wichtige umweltpolitische Aufgabe ist. Auf der Veranstaltung wurde deutlich, dass Böden wegen ihres Kontakts sowohl zu den Wasserkreisläufen als auch zu den Einträgen aus der Luft Schnittstellenfunktionen haben. Diese machen Bodenschutz notwendig und zugleich schwierig – sind mit den Böden doch so viele unterschiedliche Nutzungsinteressen verbunden.
http://www.umweltbundesamt.de/uba-info-presse/2005/pd05-070.htm
 
valentin - Dez 5, 2005 - 5:29:50
Bodenschutz: Die Potenziale des Ökologischen Landbaus nutzen
„Wer die Fruchtbarkeit unserer Böden und damit die Ernährung heutiger und künftiger Generationen sichern will, muss die Ausweitung des Ökologischen Landbaus befördern. Mit keinem anderen agrarpolitischen Instrument lassen sich die Ziele des Bodenschutzes so effizient erreichen“, forderte der Vorsitzende des Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW), Dr. Felix Prinz zu Löwenstein, anlässlich einer Tagung des Umweltbundesamtes zum Internationalen Tag des Bodens heute in Dessau. Dieser Tag rückt intakte Böden als Grundvoraussetzung für die menschliche Existenz ins gesellschaftliche Bewusstsein. Löwenstein rief dazu auf, die Potenziale des Ökologischen Landbaus für den Bodenschutz zu nutzen. Jahrzehntelange Forschung habe gezeigt, dass sich kein landwirtschaftliches Bewirtschaftungssystem so vorteilhaft auf die Qualität unserer Ackerböden auswirkt wie das des Ökologischen Landbaus.
So sei durch die Bundesanstalt für Landwirtschaft nachgewiesen worden, dass ökologisch bewirtschaftete Böden doppelt so viel Niederschlagswasser aufnehmen könnten wie die Böden konventioneller Betriebe – ein wichtiger Beitrag zum Hochwasserschutz. Auch auf die Qualität des Trinkwassers hätten ökologisch bewirtschaftete Böden einen positiven Einfluss: „Es kommt nicht von ungefähr, dass so viele Wasserwerke in ihrem Wassereinzugsgebiet die Umstellung auf Ökologischen Landbau fördern“, zeigte der BÖLW Vorsitzende auf.
In diesem Zusammenhang bezeichnete Löwenstein die Absicht einiger Bundesländer, keine Umstellungsprämien für Ökobetriebe mehr zahlen, als kurzsichtig und verbraucherfeindlich.
http://www.boelw.de/
 
valentin - Dez 3, 2005 - 4:19:03
Österreich: Bodenkompetenz gebündelt
"Boden ist mehr als Erde und Untergrund. Bestehende und zukünftige Herausforderungen im Bereich Boden haben deutlich die Notwendigkeit gezeigt, die Boden-Fachkompetenzen des Lebensministeriums zusammenzufassen. Damit werden nicht nur die Voraussetzungen für die optimale Nutzung der Ressourcen geschaffen, sondern es entstehen auch Synergien und wir zeigen auch in Europa Kompetenz", erklärt Umweltminister Josef Pröll zum Start des Kompetenznetzwerkes b4 am Tag des Bodens, am 5. Dezember 2005. Die Bündelung der Bodenkompetenz des Lebensministeriums erfolgt im Rahmen der Aktivitäten im Jahr des Bodens 2005. Die vier Institutionen AGES (Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit), BAW (Bundesamt für Wasserwirtschaft), BFW (Bundesforschungs- und Ausbildungszentrum für Wald, Naturgefahren und Landschaft) und Umweltbundesamt – treten zukünftig zum Thema Boden miteinander als Kompetenznetzwerk b4 – Corporate Soil Competence auf.
http://www.umweltbundesamt.at/presse/lastnews/newsarchiv_2005/news20051202/
 
bodenwelten - Dez 1, 2005 - 0:56:39
Bodensaktionstag in Wuppertal
Am Samstag, 3. Dezember, geht das Ressort Umweltschutz der Stadt gemeinsam mit der Volkshochschule im Foyer der VHS geht es von 11 bis 17 Uhr dem Boden auf den Grund: Bodentiere unter der Lupe entführen in eine ganz kleine, verborgene Welt. Die Umweltspürnasen sind in Aktion, es gibt Informationen zu Altlastensanierung und eine Kompostberatung. Außerdem kann der pH-Wert des eigenen Gartens bestimmt werden – eine mitgebrachte Bodenprobe genügt. Weitere Informationen erhalten Sie unter:
http://www.wuppertal.de
 
bodenwelten - Dez 1, 2005 - 0:55:08
Tagung „Bodenschutz ist Verbraucherschutz“
Die Kommission Bodenschutz des Umwelt-bundesamtes nimmt den Internationalen Tag des Bodens am 5. Dezember zum Anlass, ge-meinsam mit Vertretern aus Politik, Verwaltung, Forschung und Praxis zu diskutieren, wie eine verbesserte Wahrnehmung des Umweltmediums Boden erreicht werden kann. Weitere Informa-tionen zur Vortragsveranstaltung in Dessau erhalten Sie hier:
http://www.umweltbundesamt.de/fwbs/kbu/veranstaltungen.htm
 
bodenwelten - Dez 1, 2005 - 0:53:29
Festveranstaltung zum Weltbodentag
Am 05. Dezember 2005, dem internationalen Tag des Bodens, findet ab 15:00 Uhr in der Landesvertretung Mecklenburg – Vorpommern in Berlin unter Schirmherrschaft des BMVEL eine Festveranstaltung statt, auf der der Boden des Jahres 2006 bekannt gemacht wird. Getragen wird die Kampagne Boden des Jahres von der Deutschen Bodenkundlichen Gesellschaft und dem Bundesverband Boden. Informationen zum Boden des Jahres erhalten Sie in
http://www.bodenwelten.de
 
valentin - Nov 8, 2005 - 10:39:28
Baulandkataster - Baulücken in Düsseldorf
Im Düsseldorfer Stadtgebiet gibt es 545 Baulücken, die ein beachtliches Potenzial für den Wohnungsbau darstellen. Nach Feststellungen des städtischen Planungsamtes ließen sich hier bis zu 4.000 Wohnungen errichten. Um diese Flächen in den Blickpunkt möglicher Interessenten zu rücken, haben die Stadtplaner alle Baulücken detailliert erfasst und im Internetangebot der Stadt Düsseldorf veröffentlicht. Neben einem Foto des Grundstückes sind auch Lagepläne und Hinweise zur baurechtlichen Situation dargestellt. Die Landeshauptstadt weist damit als eine der ersten Städte in Deutschland ihr Baulandkataster, bestehend aus Baugebieten und Baulücken, im Internet aus:
http://www.duesseldorf.de/planung/stadtentw/bauluecken/index.shtml
 
valentin - Nov 2, 2005 - 6:58:12
Reduktion von Schwermetalleinträgen aus dem Bauwesen in die Umwelt
Das Umweltbundesamt hat einen Leitfaden zur Reduktion von Schwermetalleinträgen aus dem Bauwesen in die Umwelt herausgegeben. Durch eine umweltoffene, bewitterte Anwendung von Kupfer, Zink und Blei werden Gewässer und Böden erheblich belastet. Der Trend der Belastungen mit Kupfer und Zink in deutschen Gewässern ist in den letzten Jahren stagnierend bzw. teilweise auch leicht ansteigend - im Gegensatz zu vielen anderen Schadstoffen mit deutlich zurückgehenden Belastungen. Die Flussgebietskommissionen für Rhein und Elbe stufen die drei Schwermetalle in die Gruppe von Schadstoffen ein, für die die Zielvorgaben noch nicht erreicht wurden. Eine Reduktion der Einträge in die Umwelt ist deshalb erforderlich. Wichtiger Emittent für die genannten Schwermetalle ist der Verkehr mit zahlreichen Einzelquellen wie Reifen-, Brems- und Fahrbahnabrieb, Auswuchtgewichte, Oberleitungen und verzinkte Ausrüstungen (z.B. Leitplanken, Schilder, Masten). Weitere bedeutende Emissionsquellen sind die Trinkwasserversorgung (über die verwendeten Rohrmaterialien) und das Bauwesen. Dazu kommen spezifische Quellen wie z.B. Kupfer in Pflanzenschutzmitteln. Aufgrund der breiten Streuung unterschiedlichster technischer Anwendungen von Zink, Kupfer und Blei im Bauwesen ist eine Reduktion in diesem Verwendungsbereich besonders schwierig. Ziel des Leitfaden ist es, den Anteil der Boden- und Gewässerbelastung durch Schwermetalleinträge aus dem Bauwesen zu verringern, ohne die Verwendung von dauerhaften und bewährten Baumaterialien wie Zink- und Kupferblech pauschal zu verbieten. Mit einer differenzierten Betrachtung der jeweiligen Einsatzbereiche und flexiblen Eingriffsmöglichkeiten soll ein nachhaltiger Umgang mit diesen Baumaterialien erreicht werden. Download des Leitfadens:
http://www.umweltbundesamt.org/fpdf-l/2938.pdf
 
valentin - Okto 25, 2005 - 8:51:04
Europäisches Patentamt schützt umstrittene Terminator-Technologie
Steriles Saatgut - ein Widerspruch in sich und wider die Natur: Doch das Europäische Patentamt in München hat am 5. Oktober genau dieser Technologie den Patentschutz zugesprochen. Das Patent EP 775212 B gilt für alle Planzen, die gentechnisch so manipuliert wurden, dass ihre Samen nicht mehr keimen können. Angemeldet wurde unter anderem ein Verfahren zur Herstellung eines nicht lebensfähigen Samens. Einmal geerntete und wieder ausgesäte Samen können nach diesem Verfahren keine neuen Pflanzen produzieren - sie verfaulen in der Erde. Wird mit der Terminator-Technologie zum Beispiel Soja, Weizen, Raps oder Baumwolle sterilisiert, sind die Landwirte gezwungen, Saatgut jedes Jahr neu zu kaufen, warnt Gentechnikexperte Christoph Then von Greenpeace. Die Landwirte sollten sich darüber im Klaren sein: Weltweit stehen die Firmen in den Startlöchern, um die Kontrolle über ihr Saatgut durch Genmanipulation zu erlangen." Lesen Sie den ganzen Artikel bei Greenpeace:
http://shorterlink.com/?YOQ1M6
 
valentin - Okto 25, 2005 - 8:51:04
EuGH: Urteil zu Schrottimmobilien 
Im Milliarden-Streit um so genannte Schrottimmobilien hat der Europäische Gerichtshof (EuGH) sein mit Spannung erwartetes Urteil verkündet: Einerseits lehnten die Richter einen generellen Schutz für Immobilienkäufer an der Haustür ab. Andererseits schlossen sie eine Haftung der Banken nicht völlig aus. Für den Fall nämlich, dass ein Vertreter den Kunden bei dem dazugehörigen Kreditvertrag nicht über sein Widerrufsrecht belehrte, müsse die Bank die mit den Kapitalanlagen verbundenen Risiken tragen, entschieden die Juristen in Luxemburg. Nach der EU-Richtlinie über Haustürgeschäfte hat ein Verbraucher zwar grundsätzlich sieben Tage Zeit, einen bei ihm zu Hause abgeschlossenen Vertrag zu widerrufen. Allerdings sind nach Auffassung des Gerichts Immobilien-Kaufverträge ausdrücklich vom Widerrufsrecht ausgenommen. Das Gericht lässt die Ausnahme nur zu, falls mit dem Immobilien-Vertrag auch der Kredit-Vertrag zur Finanzierung desselben abgeschlossen und der Verbraucher bei Abschluss dieses zweiten Vertrags nicht ausreichend über seine Rechte informiert wurde. Das Urteil hat grundsätzliche Bedeutung für die Haftung von Banken bei tausenden solcher Verträge. Link zum Urteil:
http://shorterlink.com/?TLLIXJ
 
valentin - Okto 19, 2005 - 8:21:18
Kultivierte Erde - Kulturlandschaften aus der Luft fotografiert
Wenn heute von "Flächenverbrauch" gesprochen wird, hat man primär den Bau von Straßen und Siedlungen im Blick, also die Versiegelung des Bodens. Eine ganz andere Gefahr droht durch die moderne Landwirtschaft: Hier sind es Erosion, Bodenverdichtung durch schwere Maschinen, Dünger und Pflanzenschutzmittel die zur Beeinträchtigung des Bodens führen. Die Agrarwirtschaft ist hoch mechanisiert. Was das für die Landschaft bedeutet, sieht man am besten aus der Luft. Olivier Lasserre hat über Jahre Kulturlandschaften fotografiert und dabei eine verblüffende Bildkunst geschaffen. Lesen Sie hier den Artikel Agrar-Fotografie: Musterbauers Kohlparade in der FAZ. Link zum Verlag:
http://www.rvr-verlag.de/kultivierte_erde_isbn3-938265-06-X_de.html
 
valentin - Okto 17, 2005 - 1:00:17
Bodendauerbeobachtungsflächen
In Nordrhein-Westfalen wird seit 1995 auf insgesamt 21 Boden-Dauerbeobachtungsflächen (BDF) ein langfristiges, bodenbezogenes Monitoring-Programm durchgeführt. Mit den bisher eingerichteten Bodendauerbeobachtungsflächen sollen nachteilige Trends in der Qualität der Böden kenntlich gemacht werden, bevor schädliche Bodenveränderungen aufgrund externer Belastungen, insbesondere Immissionsbelastungen, eintreten. Nach dem NRW-Konzept sind dafür BDF insbesondere an Standorten eingerichtet worden, an denen Immissionsbelastungen ohne Minderungsmaßnahmen kurz bis mittelfristig zu relevanten negativen Auswirkungen auf die Bodenqualität und zu Einschränkungen von Bodenfunktionen führen können. Hinsichtlich der Schwermetallakkumulation in Böden sind dies lokal bis regional erhöhte Schwermetalleinträge, die insbesondere im näheren Umfeld von Emittenten auftreten. Im Bezug auf die beschleunigte Entbasung und Versauerung von Forstböden hingegen, sind weiter verbreitete und gleichförmiger verteilte Säureeinträge als Ursache zu sehen. Ausprägung und Relevanz der Schwermetallakkumulation in Böden hängen dabei wesentlich von der Höhe der Eintragsraten sowie von bodenspezifischen Eigenschaften wie dem pH-Wert und dem Gehalt organischer Substanz ab. Das Maß der Versauerung ist zudem wesentlich von den Säuren puffernden Basenvorräten der Böden abhängig. In einem Bericht hat das Landesumweltamt den Stand der Einrichtung und erste Ergebnisse der bisherigen Untersuchungen dokumentiert.
http://www.lua.nrw.de/boden/boschu-lua/bodendauerbeobachtung.htm
 
bodenwelten - Okto 17, 2005 - 11:28:38
EU-Chemikalienpolitik
Noch immer können Chemikalien EU-weit in Verkehr gebracht werden, ohne ausreichend getestet zu sein. Die geplante EU-Chemikalienverordnung REACH soll dies ändern – sie ist jedoch auch stark umstritten. Derzeit befasst sich das EU-Parlament mit REACH – und wird umgarnt von Lobbyisten verschiedener Couleur. Rar sind dagegen ungefärbte, objektive Informationen zu Inhalten und Auswirkungen von REACH. Diese Lücke schließen ein Internetportal und eine Broschüre, beide erstellt vom Umweltbundesamt in Zusammenarbeit mit dem oekom verlag. Weitere Informationen über Ziele und Inhalte von REACH finden Sie unter
http://www.reach-info.de
 
bodenwelten - Okto 4, 2005 - 1:50:24
Kommission Bodenschutz des Umweltbundesamtes mit eigener Webseite
Die im Jahr 2004 einberufene Kommission Bodenschutz des Umweltbundesamtes (KBU) präsentiert allgemeine Informationen über Themenschwerpunkte der Arbeit sowie die Mitglieder der Kommission und Veranstaltungen auf der folgenden Interseite:
http://www.umweltbundesamt.de/fwbs/kbu
 
valentin - Sep 12, 2005 - 11:31:35
"Daten zur Umwelt" zeigt Handlungsbedarf bei Flächenverbrauch
Die heute vom Umweltbundesamt (UBA) vorgelegten "Daten zu Umwelt 2005" belegen nach Ansicht von Bundesumweltminister Jürgen Trittin, dass sich die Klima- und Umweltschutzpolitik der Bundesregierung positiv ausgewirkt hat. Gemeinsam mit dem UBA-Präsidenten, Prof. Dr. Andreas Troge, stellte er heute in Berlin die 8. Ausgabe der umfassenden Datensammlung zur Umwelt in Deutschland vor. Mit den "Daten zur Umwelt" erfüllt die Bundesregierung ihre Pflichten zur Umweltberichterstattung. Sie informieren über alle Gebiete des Umweltschutzes, von der Luftreinhaltung über die Gewässerqualität bis hin zu Abfallwirtschaft und Klimaschutz. Trittin bekräftigte das Ziel der Bundesregierung in der Nationalen Nachhaltigkeitsstrategie, den täglichen Zuwachs an Siedlungs- und Verkehrsfläche bis zum Jahr 2020 auf 30 Hektar zu begrenzen. Noch 2003 haben sich diese meist versiegelten Flächen täglich um 93 Hektar ausgedehnt, mit einem Schwerpunkt im Süden Deutschlands und um die Metropolen herum. Trittin: "Es ist an den Kommunen, verstärkt Innenstadtbrachen für eine neue Nutzung auszuweisen. Eine wichtige Rolle spielt das neue Hochwasserschutzgesetz, das die kurzsichtige Versiegelung wertvoller Flächen verhindern wird." Die "Daten zur Umwelt 2005" mit rund 350 Seiten sowie einer CD-ROM erscheinen im Erich-Schmidt-Verlag und werden im Buchhandel für 46,80 Euro als Buch mit CD-ROM (ISBN 3-503-09057-6) oder komplett als CD-ROM (ISBN 3-503-09058-4) zum Preis von 36,80 Euro erhältlich sein. Jährlich aktualisierte Umweltinformationen stellt das UBA im Internet bereit:
http://www.umweltbundesamt.de/umweltdaten
 
valentin - Sep 10, 2005 - 9:45:54
Viel Lärm um geplanten Lärmschutzwall
DIE WELT berichtet in der Ausgabe vom 10.09.2005: " Ein geplanter Lärmschutzwall sorgt derzeit bei Anwohnern in Wildeshausen-Aumühle (Landkreis Oldenburg) für Unruhe. Der ein Kilometer lange Wall "ist eine Deponie für belastete Böden", meinte Anwohner Marc Bohn am Freitag. Der Boden, der dort aufgeschüttet werden solle, dürfe mit Schadstoffen wie Blei, Quecksilber, Cadmium und PCB belastet sein. Der Landrat des Landkreises, Frank Eger (SPD), sagte auf dpa-Anfrage, der Bauantrag liege vor, es sei aber noch keine Entscheidung gefallen. Eger äußerte Verständnis für die Befürchtungen der Anwohner: "Das ist ja belasteter Boden." Deshalb werde auch alles genauestens geprüft, versicherte der Landrat. Zunächst müsse erst einmal klar sein, daß der Wall als Lärmschutz überhaupt geeignet ist." Lesen Sie den Artikel unter:
http://www.welt.de/data/2005/09/10/772852.html
 
valentin - Sep 6, 2005 - 8:31:18
Kritik an Flächenverbrauch durch Gewerbegebiete
Mit der Studie "Gewerbeflächenausweisung und Flächenverbrauch - Beitrag zur naturverträglichen Siedlungsentwicklung" möchte der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) den Nachweis führen, "dass den Gewerbegebieten beim Flächenverbrauch die Schlüsselrolle zukommt". Auf der Basis einer Untersuchung von 51 Gebieten in Baden-Württemberg, Bayern und Thüringen kommt der Umweltverband zu dem Ergebnis: "Es gelingt Investoren leicht, die Bauleitpläne oder Regionalpläne in ihre gewünschte Richtung ändern zu lassen. Vorschläge für Alternativflächen werden häufig nicht akzeptiert, selbst wenn diese bereits erschlossen und gut angebunden sind. Gerade größere Unternehmen bevorzugen die grüne Wiese als Standort. Entgegenstehende Pläne werden im Parallelverfahren angepasst. Weiche Faktoren wie den Schutz von Boden, Klima oder Landschaftsbild stufen die Kommunen oft ohne Begründung als nachrangig ein. Ein großes Gewicht hat das Argument der Schaffung von Arbeitsplätzen, ohne dass überprüft wird, ob durch das Gewerbegebiet auch tatsächlich neue Stellen geschaffen oder Jobs nur verlagert wurden." Weitere Informationen in dem Artikel von ngo-online, der Internet-Zeitung für Deutschland:
http://www.ngo-online.de/ganze_nachricht.php?Nr=11782
 
valentin - Aug 30, 2005 - 9:35:52
BUND-Position "Klärschlamm"
Das aktuelle Positionspapier des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) zum Thema Klärschlamm enthält Forderungen für eine nachhaltige Kreislaufwirtschaft im Einklang mit Gesundheits- und Bodenschutz: "Diese BUND Position beschäftigt sich mit Klärschlämmen aus Haushaltsabwässern und kommunalen Kläranlagen. Die derzeitige Debatte um einen Ausbau der Klärschlammverbrennung in Deutschland ist Folge des nachsorgenden technischen Umweltschutzes. Über Jahrzehnte wurden neue Schadstoffe auf den Markt gebracht und eingesetzt, ohne die Gefahren zu bedenken, die diese Stoffe im Rahmen ihrer Verwendung oder in Deponien, Abgasen oder auch im Klärschlamm auslösen." Download unter:
http://bund.net/lab/reddot2/und_mehr_4720.htm
 
valentin - Aug 21, 2005 - 10:52:07
Neue Heimat Stadt?
DIE ZEIT berichtet in ihrer aktuellen Ausgabe: "Ein Epochenwechsel kündigt sich an: Die Deutschen entdecken das urbane Leben wieder. Alles war Krise und die Zukunft große Düsternis. Viele Untergangsbücher erschienen: über das Verschwinden der Städte, das Ende der Stadt, den Zerfall der Städte. Und selbst John Friedmann, der bekannte amerikanische Planungstheoretiker, hielt es für abgemacht: »The city is dead.« Das war 2002.
Heute, nur drei Jahre danach, feiert die Planerzunft eine Art Osterfest: Die tote Stadt erfährt zur Überraschung aller ihre Auferstehung. Von einer Renaissance ist plötzlich die Rede, von der neuen Lust am urbanen Wohnen. Über Jahrzehnte drängte es die Menschen hinaus in die Vororte, in Reihen- und Einfamilienhäuser, nun aber kommt die Stadtflucht offenbar zu einem Ende. Erstmals wächst die Gruppe derer, die mitten im Geschehen und nicht irgendwo im Grünen leben möchten. Viele Menschen zieht es zurück in die Stadtkerne, allein in Leipzig entschlossen sich 30.000 binnen weniger Jahre zur Rückkehr ins Zentrum." Lesen Sie den Artikel unter:
http://www.zeit.de/2005/34/StadtRenaissance
 
valentin - Aug 4, 2005 - 0:10:20
Untersuchungsergebnisse der Materialproben von Bochumer Schulhöfen liegen vor
Untersuchungen von Material- und Bodengemischen der beschädigten teerhaltigen Beschichtung von Bochumer Schulhöfen, die aufgrund hoher Benzo(a)pyrenwerte von der Stadt gesperrt worden waren, haben ergeben, dass dort keine Gesundheitsgefahr besteht, wenn z.B. ein Kind Partikel dieses Belags verschluckt. Die vom Umweltministerium in Auftrag gegebenen Untersuchungen zielten darauf ab zu klären, ob sich Schadstoffe (Polyzyklische Aromatische Kohlenwasserstoffe, kurz PAK) lösen, wenn Kleinkinder Partikel in den Mund nehmen. Weiterhin wurde abgeschätzt, wie viel Schadstoff im Material die Kinder bei der Nutzung der Schulhöfe aufnehmen können und wie lange Kinder diesen Schadstoffen ausgesetzt sind. Eine abschließende Beurteilung von möglichen Gesundheitsschädigungen wird jedoch erst auf der Basis der noch laufenden Luftbelastungsmessungen getroffen werden, da PAK auch über die Atemwege in den Körper gelangen können. Diese Ergebnisse werden voraussichtlich in der nächsten Woche vorliegen. Die Bewertung der Untersuchungsergebnisse basiert auf der Einschätzung, dass Kleinknder sich auf diesen (teils stark beschädigten) Schulhöfen seltener und weniger lang aufhalten als auf Spielplätzen, die speziell für Kleinkinder angelegt sind. Daraus leitet das vom Umweltministerium beauftragte IFUA-Institut für die orale Aufnahme mit den Expositionsannahmen der Bodenschutzverordnung und Expositionsstandards des umweltbezogenen Gesundheitsschutzes Beurteilungswerte in Höhe von 50 mg/kg Benzo(a)pyren für die Grundschulflächen bzw. 60 mg/kg Benzo(a)pyren für die Hauptschulflächen ab.
http://www.munlv.nrw.de/sites/presse/pressemitteilungen/ue050802.htm
 
valentin - Jul 15, 2005 - 10:25:10
VDI-Richtlinie 3956: Nickel in Böden
Die Richtlinie VDI 3956 Blatt 3 beschreibt Vorkommen und typische Eintragspfade von Nickel und Nickelverbindungen in den Boden. Sie erläutert ferner das Verhalten von Nickel in Böden und nennt geeignete Untersuchungsverfahren. Die für Nickel relevanten Transferpfade Boden-Mensch, Boden-Pflanze sowie Boden-Grundwasser werden eingehend dargestellt. Zudem wird eine Bewertung der Toxizität von Nickel und seinen Verbindungen für Mensch und Ökosysteme vorgenommen. Besonderen Raum nehmen die Kriterien zur Ableitung des niederschlagsbegrenzenden Wertes ein. Die VDI-Richtlinie 3956 Blatt 3 soll dem Immissionsschützer als Entscheidungshilfe dienen, um bei einem Erkennen von Abweichungen vom regeltypischen Fall - insbesondere unter dem Aspekt atypischer Szenarien wie z.B. erhöhter Vorbelastung der Böden oder besonderer Empfindlichkeiten - eigene Abwägungen vornehmen zu können.
http://www.vdi.de/vdi/presse/mitteilungen_details/index.php?ID=1015753
 
valentin - Jul 8, 2005 - 1:23:14
Fläche: Unser kommunaler "Bodenschatz"
Stadtgespräche, das Magazin für lokale Nachhaltigkeit beschäftigt sich in der Ausgabe 04, Juli 2005 mit dem Thema Flächenverbrauch . Es wurden bundesweit kommunale Beispiele zusammengetragen, di zeigen, wie Kommunen beispiegebend sparsam mit ihrer Fläche umgehen, Baulücken nutzen und Brachen wieder bebauen. Weitere Informationen unter (klick auf Stadtgespräche):
http://www.agenda-nrw.de/
 
valentin - Jul 8, 2005 - 1:07:10
Brachflächen: Zwischen NICHT-MEHR und NOCH-NICHT
Jürgen Hasse: "Als Ort des sinnlich wahrnehmbaren Verfalls ist die Brache eine Leerstelle im Funktionsdickicht der Stadt. Als physisches Zeichen eines NICHT-MEHR und NOCH-NICHT erzeugt sie momentane Ratlosigkeit und situative Offenheit." Der Film NICHT-MEHR | NOCH-NICHT reflektiert den Möglichkeitsraum von Brachen. Eine neue Generation kultureller Interventionen auf Brachflächen werden vorgestellt: unkonventionelle Akteure, Projekte und Visionen, die sich mit der Reaktivierung von "Urbanität" auf verschiedenen terrains vagues beschäftigen. Dem Zuschauer werden Anregungen und Inspirationen für entstehende Freiräume geboten. Informationen über den Film und die Verleihmöglichkeiten unter:
http://www.nichtmehrnochnicht.de
 
valentin - Jul 1, 2005 - 08:47:24
Die wahren Kosten des hohen Flächenverbrauchs
Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) rechnet vor, dass der hohe Flächenverbrauch viel Geld kostet. So bedeute der Bau neuer Siedlungen etwa auch, dass aus öffentlichen Mitteln oder über Gebühren Wasser- und Abwasserleitungen, Schulen und Kindergärten neu gelegt beziehungsweise gebaut werden müssen. Gemeinden und Städten drohe eine Kostenfalle, meint der NABU:
http://www.nabu.de/m01/m01_01/03371.html
 
valentin - Jun 7, 2005 - 9:48:13
Medikamente im Boden und im Wasser: Welche Wirkung haben die nachgewiesenen Substanzen?
Seit rund zehn Jahren erforschen Wissenschafter verstärkt das Vorkommen und die Wirkung von Arzneimitteln in der Umwelt. Dabei finden sie die Substanzen in Gewässern, wo immer sie danach suchen: im Po (Italien), in der Glatt (Schweiz), im Main (Deutschland) genauso wie im Tsurumi (Japan), im Mississippi (USA) oder im Ontariosee (Kanada). Über 100 verschiedene Wirkstoffe und deren Abbauprodukte, die medikamentös behandelte Menschen und Tiere ausscheiden, konnten bisher nachgewiesen werden. Doch es ist nur eine Frage der Zeit und der Weiterentwicklung der Analysetechnik, dass weitere der rund 3000 zugelassenen Wirkstoffe in der Umwelt in Erscheinung treten. Die Konzentrationen von Schmerzmitteln, Lipidsenkern, Betablockern, Psychopharmaka, Antibiotika und anderen Arzneien bewegen sich meist zwischen wenigen Nanogramm (Milliardstelgramm) pro Liter und einigen hundert Nanogramm; maximale Konzentrationen erreichen jedoch Werte im Mikrogramm-Bereich. Besonders stark mit Humanarzneimitteln verunreinigt sind kleine Flüsse und Kanäle in dicht besiedelten Gebieten, die oft viel Abwasser führen. Lesen Sie den ganzen Artikel in der "Neue Zürcher Zeitung - NZZ-Online" vom 25. Mai 2005
http://www.nzz.ch/2005/05/25/ft/articleCRJYA.print.html
 
valentin - Jun 7, 2005 - 8:53:05
Wie giftiges Uran in die Kartoffeln kommt
Phosphatlagerstätten binden Natururan. Das Schwermetall verbleibt im Dünger – und landet auf dem Teller. Lesen Sie einen aufschlussreichen Artikle in DIE ZEIT Nr. 23 vom 02.06.2005
http://www.zeit.de/2005/23/N-Uran
 
valentin - Mai 28, 2005 - 8:56:10
Wasser unterm Hammer! - Dokumentation über "Die Privatisierung eines Lebensmittels"
Wir brauchen nur den Hahn aufzudrehen, und schon strömt uns in Deutschland unser wichtigstes Lebensmittel Wasser entgegen: kühl, rein und - unaufhörlich! Nicht ganz so in der englischen Metropole London. Dort kann man morgens schon im dritten Stock nicht immer mit Wasser rechnen. Großbritanniens Wasserversorgung ist seit 1989 privatisiert. Doch marode, druckanfällige Rohre zu reparieren ist extrem teuer. Schon jetzt versickern bis zu 60 Prozent des Trinkwassers. Das Versorgungsunternehmen "Thames Water" senkte deshalb den Druck einfach ab. Die Folge: Das kostbare Nass steigt schon seit Jahren nicht immer und überall in die oberen Stockwerke. In Deutschland ist Wasser in der Regel noch ein öffentliches, kommunal verwaltetes Gut. Doch seit deutsche Gemeinden in Schulden versinken und die EU auf Liberalisierung drängt, schreitet die Privatisierung der Quelle allen Lebens auch hierzulande voran. Akteure der großen Wasser-Geschäfte sind meist internationale Unternehmen. Der Film "Wasser unterm Hammer", den das NDR Fernsehen am Montag, 30. Mai, um 23.00 Uhr zeigt, dokumentiert sowohl Privatisierungskonzepte und -strategien als auch deren Probleme und Fragwürdigkeiten.
http://www1.ndr.de/ndr_pages_std/0,2570,OID1414600,00.html
 
valentin - Mai 27, 2005 - 3:18:17
1. Juni 2005: Verordnung zur Abfallablagerung tritt in Kraft
Ein neues Zeitalter der Hausmüllentsorgung beginnt: Am 1. Juni 2005 tritt die Verordnung über die Ablagerung von Abfällen in Kraft. Keine Tonne Abfall darf dann mehr unbehandelt auf die Deponie gelangen. Die neue Abfallablagerungsverordnung schreibt für Deponien beste Abdichtungen und eine optimale technische Überwachung vor. Doch auch die besten technischen Systeme halten nicht ewig. Die Konsequenz lautet deshalb, keine biologisch abbaubaren Abfälle mehr auf Deponien abzulagern. Ab dem 1. Juni muss der Abfall so behandelt werden, dass er sich nicht weiter zersetzen kann oder Schadstoffe freigibt. Bundesumweltminister Trittin: "Das ist ein Wendepunkt auf dem Weg von der Abfallwirtschaft zur geschlossenen Kreislaufwirtschaft und ein Meilenstein für den Klimaschutz." Das Bundesumweltministerium gibt aus Anlass des Inkrafttretens der neuen Abfallablagerungsverordnung das Magazin "Auf der Kippe" heraus. Es informiert über die neue Verordnung und die explosive Mischung in den alten Müllbergen, über Vermeidung und Verwertung von Abfall und die positiven Effekte der Verordnung für Klima und Arbeitsplätze. Download und Bestellung unter:
http://www.bmu.de/35528
 
valentin - Mai 23, 2005 - 2:10:53
Erstmals Antibiotika aus der Tierhaltung auch in Pflanzen nachgewiesen
In einer vom NRW-Verbraucherschutzministerium in Auftrag gegebenen Studie wurden erstmals Antibiotika, die in der Tierhaltung eingesetzt wurden und durch Gülleausbringung auf Felder gelangt sind, auch in Nutzpflanzen nachgewiesen. In einem Modellversuch wurde unter praxisnahen Bedingungen kontrolliert mit Antibiotika (Chlortetracyclin, Sulfadiazin und Trimethoprim) belastete Schweinegülle auf Versuchsparzellen ausgebracht, Feldsalat und Winterweizen ausgesät und geerntet. Noch nach acht Monaten konnten in der Gülle Chlortetracyclin, Sulfadiazin und andere Umwandlungsprodukte nachgewiesen werden. Diese Stoffe wurden auch in Bodenproben der gedüngten Flächen festgestellt. Die Gehalte nahmen zwar innerhalb von drei Monaten deutlich ab, die Untersuchung der geernteten Pflanzen ergab jedoch, dass Feldsalat und Winterweizen Antibiotika aus dem Boden aufgenommen haben. So wurde in den Wurzeln, den Grünanteilen und sogar im reifen Korn des Winterweizens Chlortetracyclin gefunden. Die Gehalte lagen zwischen 35 und 69 Mikrogramm Chlortetracyclin je Kilogramm Frischgewicht. Auch Sulfadiazin war in den Wurzeln nachweisbar. Bislang gibt es für Getreide keine Höchstwerte. Für Lebensmittel, die vom Tier stammen, gilt der Höchstwert von 100 Mikrogramm Chlortetracyclin je Kilogramm Fleisch. Verbraucherschutzministerin Bärbel Höhn: "Wir haben erstmals den Beweis geführt, dass Antibiotika nicht nur ins Wasser – und damit auch ins Trinkwasser - und in den Boden gelangen, sondern auch von Pflanzen aufgenommen werden. So können sie auch in unsere Nahrungskette gelangen."
http://www.munlv.nrw.de/sites/presse/pressemitteilungen/ue050520.htm
 
valentin - Mai 22, 2005 - 09:03:28
Dioxinskandal?
Das Forum Bodenschutz und Altlasten dokumentiert an dieser Stelle eine Pressemitteilung des Bürgerverein Brandenburg-Berlin e. V. (BVBB) vom 12.05.2005: "BVBB erstattete Strafanzeige wegen unsachgemäßer Bohrarbeiten an einem Dioxinkontaminierten Teich in Rotberg (LK Dahme-Spreewald).
Vermutlich hat die Flughafengesellschaft Berlin Schönefeld (FBS) einer Stralsunder Bohrfirma den Auftrag erteilt, Bohrarbeiten am hoch mit Dioxin kontaminierten Regenrückhaltebecken in Rotberg (Landkreis Dahme-Spreewald) vorzunehmen. Nach Aussagen der Mitarbeiter der Firma, die ohne jede vorgeschrieben Schutzkleidung arbeiteten, waren sie und auch die Geschäftsführung vom Auftraggeber nicht darüber informiert, dass das Regenrückhaltebecken mit unglaublichen Überschreitungen der Grenzwerte mit Dioxin (mind. 12.236 TE ng/kg TM) verseucht ist. Zwangläufig wurden sie dadurch einer hohen Gesundheitsgefährdung ausgesetzt." Lesen Sie die ganze Meldung und weitere Hintergrundinformationen unter
http://www.planfeststellungsverfahren.net/BVBB-Pressemitteilungen/bvbb-pressemitteilungen.html
 
valentin - Mai 15, 2005 - 9:35:31
Gewerbeflächenausweisung und Flächenverbrauch
In der Reihe "Bund Naturschutz Forschung" dokumentiert der BN in Band Nummer 9 "Gewerbeflächenausweisung und Flächenverbrauch - Beitrag zu einer naturverträglichen Siedlungsentwicklung" Brennpunkte der Flächenverschwendung bei der Ausweisung von Gewerbegebieten.
Der Band zeigt sowohl Negativ- als auch Positivbeispiele aus Bayern, Baden-Württemberg und Thüringen auf. Trotz gegenteiliger Zielaussagen auf höchster politischer Ebene ist Bayern mit einem täglichen Verlust von über 24 Fußballfeldern bzw. 17 Hektar nach wie vor trauriger Spitzenreiter unter den Bundesländern beim Flächenverbrauch. Vor allem durch die Ausweisung neuer Gewerbegebiete im Außenbereich trotz vorhandener, voll erschlossener Flächen von rund 13.000 Hektar, verliert Bayern Stück um Stück sein Gesicht. Die ökologischen und ökonomischen Folgen des ruinösen kommunalen Wettbewerbs auf Kosten von Heimat, Landschaft und intakten Innenstädten werden immer deutlicher. Obwohl viele Städte und Gemeinden unter der Zins- und Tilgungslast für die Erschließungskosten ihrer leer stehenden Gewerbegebiete leiden, werden nach wie vor neue Gebiete ausgewiesen. Immer noch wird auch aufgrund der völlig unzureichenden Steuerung der Regional- und Landesplanung gegen gesetzliche Ziele des Bundes und des Landes eine schleichende Zerstörung von Heimatlandschaften gefördert und zugelassen. Dies dokumentiert eindrucksvoll die vom Bund Naturschutz vorgelegte und vom Bundesamt für Naturschutz geförderte Studie "Gewerbeflächenausweisung und Flächenverbrauch – Beitrag zu einer naturverträglichen Siedlungsentwicklung". Download der Studie unter:
http://www.bund-naturschutz.de/projekte/flaechenaktion/schwarzbuch_siedlungsentwicklung.html
 
valentin - Mai 10, 2005 - 8:34:23
Neues Hochwasserschutz Gesetz tritt heute in Kraft
Mit dem Hochwasserschutzgesetz werden erstmals bundesweit einheitliche, stringente Vorgaben zur Vorbeugung gegen Hochwasserschäden verbindlich. Das Gesetz basiert auf dem 5-Punkte-Programm der Bundesregierung, das diese unmittelbar nach dem verheerenden Elbehochwasser im Sommer 2002 vorgelegt hatte. Allein diese Katastrophe hat in Deutschland 21 Todesopfer gefordert und mehr als 10 Mrd. Euro an Sachschäden verursacht. Bundestag und Bundesrat hatten im März einen Kompromissvorschlag des Vermittlungsausschusses gebilligt. Mit dem neuen Gesetz werden die Bundesländer verpflichtet, mehr Überschwemmungsgebiete als bisher auszuweisen. Sie müssen die Gewässer oder Gewässerstrecken bestimmen, an denen wegen drohender Hochwasserschäden Überschwemmungsgebiete festgesetzt werden müssen. Über diese Entscheidung ist die Öffentlichkeit zu informieren. Die Festsetzung der Überschwemmungsgebiete muss für Bereiche mit hohem Schadenspotential innerhalb von fünf Jahren, in den übrigen gefährdeten Bereichen innerhalb von sieben Jahren erfolgen. Bei der Festsetzung ist die Öffentlichkeit zu beteiligen. Berechnungsgrundlage für die Ausweisung von Überschwemmungsgebieten ist ein so genanntes 100jährliches Hochwasser, also ein Ereignis, dass statistisch einmal in hundert Jahren zu erwarten ist. Es wird erstmals ein bundesweites Verbot für die Planung neuer Baugebiete in Überschwemmungsgebieten gesetzlich geregelt. In solchen Gebieten dürfen keine neuen Gebäude mehr geplant werden. Ausnahmen sind nur unter Einhaltung von neun enggefassten Bedingungen möglich, die für jeden einzelnen Fall sämtlich erfüllt werden müssen. Dazu gehört etwa, dass eine betroffene Gemeinde keine anderen Möglichkeiten der Siedlungsentwicklung hat, dass Gefahren für Leib und Leben oder erhebliche Sachschäden nicht zu erwarten sind und die neuen Gebäude hochwasserangepasst errichtet werden müssen. "Gerade im Baubereich darf nicht sehenden Auges neues Schadenspotenzial entlang der Gewässer geschaffen werden," betonte Bundesumweltminister Trittin. In Überschwemmungsgebieten müssen zudem Ölheizungsanlagen hochwassersicher errichtet beziehungsweise nachgerüstet werden.
http://www.bmu.de/pressemitteilungen/pressemitteilungen_ab_01_11_2004/pm/35443.php
 
valentin - Mai 4, 2005 - 08:07:14
Weinbau nach Bergbau?
Das Forschungszentrum Bergbaulandschaften, der Lehrstuhl Bodenschutz und Rekultivierung an der BTU Cottbus und die Vattefall Europe Mining AG lassen alte Landnutzungsform in der Region wieder aufleben. In diesen Tagen beginnt die Pflanzung erster Rebstöcke auf einer frisch angelegten Weinbaufläche im Tagebau Welzow-Süd. An der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus (BTU) wollen das Forschungszentrum Bergbaulandschaften und der Lehrstuhl für Bodenschutz und Rekultivierung unter der Leitung von Prof. Dr. Dr. h.c. Reinhard F. Hüttl gemeinsam mit Vattenfall Europe Mining AG an die alte Tradition des Weinbaus in der Lausitz anknüpfen und den Weinbau als alternative Landnutzungsform für die Gestaltung einer innovativen Landschaft nach dem Bergbau etablieren. Bergbaufolgelandschaften der Lausitz wurden bisher meist aufgeforstet oder landwirtschaftlich genutzt. Verstärkt treten nun jedoch auch alternative Landnutzungsformen in den Vordergrund. Dazu gehört beispielsweise die Biomasseproduktion zur energetischen Nutzung und nun auch die Produktion von Wein. "Gerade die Bergbaufolgelandschaft bietet für den Weinbau gute Voraussetzungen, da die Oberflächenausformung und die Bodeneigenschaften während der Rekultivierung nach dem Bergbau gezielt gestaltet werden können", so Prof. Hüttl. "Für die Region bietet sich damit eine weitere wichtige Chance für eine nachhaltige Entwicklung und Diversifizierung der Landschaft durch bzw. nach dem Bergbau. Die Rekultivierungsflächen gewinnen durch neue Nutzungsideen an Vielfalt und werden dadurch sowohl für die Bewohner der Region aber auch für Besucher attraktiver."
http://idw-online.de/pages/de/news110884
 
valentin - Apr 30, 2005 - 2:56:34
Erster Bodenatlas Europas vorgelegt
Die Europäische Kommission hat den ersten Bodenatlas Europas erstellt, in dem die Gefahren für den Boden beschrieben werden und der für seine Vielfalt und seine Bedeutung für das Leben sensibilisieren soll. Der Atlas soll einen Beitrag zu künftigen Bodenschutzmaßnahmen in Europa leisten, z. B. zu einem Vorschlag für eine thematische Strategie für den Bodenschutz, den die Kommission bis Ende 2005 vorlegen will. Janez Potočnik und Stavros Dimas, für Wissenschaft und Forschung bzw. für Umwelt zuständige Mitglieder der Kommission, lancierten den Bodenatlas im Europäischen Parlament während der Informationstage zu den Aktivitäten der Gemeinsamen Forschungsstelle der Kommission. Die Kommission hat die Erstellung des ersten "Bodenatlas Europa" koordiniert, indem sie führende Wissenschaftler von Bodeninstituten aus mehr als 40 Ländern zusammengeführt hat, die alle im Netz der Europäischen Büros für Böden vertreten sind. Der Atlas enthält Bodenkarten hoher Qualität und leicht verständliche Texte, die durch Fotos ergänzt werden. Er beruht auf dem Europäischen Bodeninformationssystem (EUSIS), das von der Kommission entwickelt wurde und die gesamte Europäische Union und die angrenzenden Länder erfasst. Der Atlas soll die komplexen Wechselbeziehungen zwischen den Prozessen der Verschlechterung der Bodenqualität und die Gefahren für die menschliche Gesundheit und Sicherheit durch die Beschreibung und die Kartierung wichtiger Bodenfunktionen veranschaulichen. Darüber hinaus werden im Atlas die Hauptgefahren für den Boden in ganz Europa erörtert." Weitere Informationen unter:
http://www.jrc.cec.eu.int/soil-atlas
 
valentin - Apr 25, 2005 - 09:15:52
Die Wasserrahmenrichtlinie - Ergebnisse der Bestandsaufnahme 2004 in Deutschland
Erreicht Deutschland die Umweltziele der europäischen Wasserrahmenrichtlinie? Sind in zehn Jahren unsere Gewässer in einem guten Zustand? Welche Erfolge haben wir im Gewässerschutz bisher erzielt und wo liegen hier künftig die Schwerpunkte umweltpolitischen Handelns? Die Ergebnisse der Bestandsaufnahme, bei der die Bundesländer die Belastungen der Gewässer untersucht sowie die Auswirkungen menschlicher Tätigkeiten auf den Gewässerzustand abgeschätzt haben, sind in einer Broschüre des BMU und des UBA mit dem Titel "Die Wasserrahmenrichtlinie - Ergebnisse der Bestandsaufnahme 2004 in Deutschland" zusammengefasst. Download, Bestellmöglichkeit, weitere Informationen und Links zu den einzelnen Landesseiten finden Sie unter:
http://www.umweltbundesamt.de/wasser/index.htm
 
valentin - Apr 15, 2005 - 08:55:44
Ablagerungsverordnung ist EU-konform
Die Ablagerungsverordnung, nach der ab dem 1. Juni 2005 keine Siedlungsabfälle mehr ohne thermische oder mechanisch-biologische Vorbehandlung abgelagert werden dürfen, ist mit dem europäischen Recht vereinbar. Dies hat der Europäische Gerichtshof (EuGH) in seinem am 14.04.2005 ergangenen Urteil zur Deponie "Eiterköpfe" in Rheinland-Pfalz festgestellt. Bundesumweltminister Jürgen Trittin begrüßte die Entscheidung: "Das Ende der Ablagerung unbehandelter Siedlungsabfälle auf Deponien ist unumkehrbar. Damit ist der Weg in eine neue Ära der Hausmüllentsorgung zum 1. Juni 2005 endgültig frei". In dem vor dem Verwaltungsgericht Koblenz anhängigen Rechtsstreit hatte der Deponiezweckverband "Eiterköpfe" gegen das Land Rheinland-Pfalz auf die Erlaubnis geklagt, auch über den 31. Mai 2005 hinaus auf seiner Hausmülldeponie unzureichend vorbehandelte, nämlich lediglich zerkleinerte, biologisch abbaubare Abfälle abzulagern. Das Land hatte dies unter Hinweis auf die deutsche Abfallablagerungsverordnung abgelehnt. Diese schreibt jedem Deponiebetreiber zwingend vor, dass ab dem 1. Juni 2005 nur entweder thermisch oder mechanisch-biologisch vorbehandelte Abfälle abgelagert werden dürfen. Weitere Informationen:
http://www.bmu.de/pressearchiv/15_legislaturperiode/pm/35330.php
 
valentin - Mär 3, 2005 - 8:18:36
Bauernverband fordert schnelle Reaktion auf Waldsterben
Der derzeitige Zustand des deutschen Waldes ist kritisch. Daher äußerte sich der Deutsche Bauernverband (DBV) enttäuscht darüber, dass die vom 2. bis 4. März in Bonn stattfindende Agrarministerkonferenz Maßnahmen gegen den schlechten Zustand des Waldes nicht thematisiert. Eine Hauptursache für die Anfälligkeit der Bäume ist nach Auffassung des DBV die Schwächung der Wälder durch versauerte Böden. Durch niedrige pH-Werte werden Schwermetalle im Boden frei gesetzt, die die Baumwurzeln schädigen und sogar die Qualität des Trinkwassers beeinträchtigen können. Eine Maßnahme, die schnelle Abhilfe schaffen könne, sei die Kalkung der Böden. Dadurch werde nachgewiesenermaßen einer Versauerung des Waldbodens entgegengesteuert, stellte der DBV fest. Die gezielte Kalkung der stark versauerten Waldböden könne kurzfristig die Situation des Waldes verbessern und mittelfristig die Gesundung unterstützen. Dazu wäre allerdings eine vollständige Förderung der Waldkalkung durch die zuständigen Landesregierungen notwendig, forderte der DBV. Den Waldbesitzern alleine dürfe man die Finanzierung nicht aufbürden, da die Allgemeinheit für den schlechten Zustand der Wälder verantwortlich ist. Denkbar wäre beispielsweise eine Finanzierung der Kalkungsmaßnahmen über die Grundwasserabgabe, die in einigen Bundesländern erhoben werde. Damit werde das Geld sinnvoll in eine aktive Wasser- und Waldschutzmaßnahme investiert, so der DBV.
http://www.bauernverband.de/aktuelle_meldungen_2161.html
 
valentin - Mär 2, 2005 - 10:21:17
MODELKEY - Neues EU-Großprojekt untersucht Flussökosysteme
Die Europäische Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) fordert einen guten
ökologischen Zustand der Oberflächengewässer in allen EU-Staaten bis 2015. Unter Leitung des Umweltforschungszentrums Leipzig-Halle (UFZ) werden Wissenschaftler in 13 Ländern bis zum Jahr 2010 Methoden entwickeln, mit denen so genannte Schlüsselchemikalien identifiziert und deren Einfluss auf Gewässersysteme bestimmt werden können. Untersucht werden dabei drei Modellflüsse von der Quelle bis zum Meer: die Elbe (Tschechien/Deutschland), die Schelde (Belgien/Niederlande), und der Llobregat (Spanien). Diese drei Flüsse befinden sich in verschiedenen Klimaregionen und sind alle industriell belastet. Die dort gewonnenen Erkenntnisse sollen später auf alle Mitgliedsstaaten der EU übertragen werden:
http://www.ufz.de/index.php?de=5366
 
valentin - Mär 2, 2005 - 10:07:27
Best-Practice-Sammlung
In keinem anderen Bundesland fällt so viel Natur dem Bau von Siedlungen, Straßen und Gewerbegebieten zum Opfer wie in Bayern. Rund 17 Hektar Fläche werden täglich versiegelt. Jetzt will die Bayerische Staatsregierung mit einem Aktionsprogramm den Flächenfraß spürbar bremsen, etwa durch sparsame Bauweisen und neue Akzente im Architekturstudium. Ziel der Staatsregierung ist es deshalb, das Wirtschafts- und Bevölkerungswachstum vom Flächenverbrauch zu "entkoppeln". Eine bessere Wirtschaft und mehr Bürger sollen also nicht zwangsläufig zu mehr Gewerbeflächen und neuen Baugrundstücken führen. Praxisbeispiele für eine flächensparende und bodenschonende Siedlungsentwicklung in Bayern werden hier vorgestellt:
http://www.stmugv.bayern.de/de/boden/bestpractice/index.htm
 
valentin - Feb 21, 2005 - 8:02:42
Umweltbelastungen durch Edelmetalle in Kfz-Katalysatoren
Eine zwiespältige Bilanz ziehen renommierte Wissenschaftler über die Einführung der Katalysatoren vor über zehn Jahren. "Wenn man die ökonomischen und ökologischen Risiken der verfolgten Strategie betrachtet, ist das gesamte Bild nicht eindeutig positiv: die Produktion der für den Katalysator benötigten Edelmetalle der Platingruppe (PGM) Platin, Palladium und Rhodium ist mit schweren Umweltbelastungen verbunden. In einem schnellen Tempo werden die Vorräte der äußerst seltenen Metalle erschöpft und die Risiken einer ständigen Emission von PGM in die Umwelt müssen ernst genommen werden", bemängeln Reinier de Man, selbstständiger Berater für "sustainable business development" in Leiden (Niederlande) und Armin Reller, Lehrstuhlinhaber für Festkörperchemie am Institut für Physik der Universität Augsburg. Am 1. Januar 1993 traten in Europa neue Abgasgrenzwerte für Pkws in Kraft, die nur mit geregeltem Dreiwegekatalysator einzuhalten waren. Der Katalysator hat in den vergangenen zehn Jahren die verkehrsbedingten Stickoxidemissionen erheblich reduziert. Ohne den Katalysator wären sie um einen Faktor fünf höher gewesen. In diesem Sinne sei der Katalysator ein Beispiel einer erfolgreichen Umwelttechnologie. Aber beim Gebrauchs der Katalysatoren würden Umweltbelastungen auftreten. "In der Nähe von Straßen sind stark erhöhte PGM-Konzentrationen messbar und entsprechen dem Mengenverhältnis im Katalysator. Obwohl meist angenommen wird, dass die Umwelt- und Gesundheitsrisiken der PGM-Emissionen niedrig sind, bestehen Sorgen über die gute Wasserlöslichkeit extrem fein verteilter PGM-Teilchen und über die möglich damit verbundene Bioverfügbarkeit. Aber auch wenn solche Risiken ausgeschlossen werden können, entsteht dennoch ein großes Problem. Die äußerst seltenen PGM verteilen sich in die Umwelt und können nie rückgeholt werden. Bei einem Verlust von 20 Prozent bei jedem Katalysator wird bei vier Recyclingvorgängen bereits fast 60 Prozent in die Umwelt verteilt sein", führen de Man und Reller weiter aus:
http://www.pte.at/pte.mc?pte=050219006
 
valentin - Feb 16, 2005 - 8:34:00
BUND warnt vor Verwässerung des Hochwasserschutzgesetzes
Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat den CDU/CSU-regierten Bundesländern sowie den Landesregierungen von Rheinland-Pfalz und Brandenburg vorgeworfen, die Standards beim Hochwasserschutz senken zu wollen. Wenn es diesen Ländern im Vermittlungsausschuss zwischen Bundestag und Bundesrat gelinge, aus dem Entwurf des Hochwasserschutzgesetzes wesentliche Teile herauszubrechen, werde das Gesetz zu einem Placebo ohne Wirkung. Das Vorhaben dieser Länder, in Überschwemmungsgebieten weiter Bauflächen zu genehmigen, sei ein Zeichen von Ignoranz gegenüber den Betroffenen und den Schäden des Jahrhunderthochwassers von 2002. Gerhard Timm, BUND-Bundesgeschäftsführer: "Noch sind die viele Milliarden Euro teuren Schäden der Flut von 2002 nicht beseitigt, da stehen die kurzfristigen Interessen erneut im Vordergrund. Wenn die Fehler beim Hochwasserschutz gemacht sind, klettern die Ministerpräsidenten bei der nächsten Flut wieder vor laufenden Fernsehkameras und in Gummistiefeln auf die Deiche und heucheln Betroffenheit. Lesen Sie weiter:
http://bund.net/lab/reddot2/aktuell_pressemitteilungen_4284.htm
 
valentin - Feb 14, 2005 - 8:33:29
Neues Umweltinformationsgesetz in Kraft getreten
Mit dem neuen Gesetz werden die Fristen für die Beantwortung von Anfragen zu Umweltinformationen halbiert und dürfen in der Regel einen Monat nicht überschreiten. Die Einsichtnahme von Informationen am Ort der Verwaltung wird ebenfalls kostenfrei gestellt. Außerdem wird die Bundesverwaltung verpflichtet, umfassender als bisher aktiv Umweltinformationen zu verbreiten. Dabei soll zunehmend das Internet als modernes und schnelles Medium genutzt werden. Bei den privaten Stellen handelt es sich um Einrichtungen, die öffentliche Aufgaben des Bundes wahrnehmen, z. B. die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU). Bundesumweltminister Jürgen Trittin: "Informationen und Zugang zu Informationen sind Voraussetzung für einen effektiven Umweltschutz. Nur wer informiert ist, kann sich an öffentlichen Entscheidungen beteiligen und die Verwaltungen damit wirksam kontrollieren. Information ist ein Schlüssel zur Bürgergesellschaft." Mit dem Umweltinformationsgesetz wird die neugefasste Umweltinformationsrichtlinie der EU umgesetzt. Download unter:
http://www.bmu.de/files/pdfs/allgemein/application/pdf/umweltinformationsgesetz.pdf
 
valentin - Feb 6, 2005 - 8:39:51
Risiko Eigentum?
In welchem Umfang überprüft das Bundesvermögensamt vor einem Verkauf von Grundstücken aus Bundesbesitz einen Altlastenverdacht? Die Sendung "Monitor" berichtete in der Sendung am 03.02.2005 über einen haarsträubenden Fall aus Norddeutschland. Der neue Eigentümer findet innerhalb von einem Vierteljahr 1.500 Raketen, Sprenggranaten, Flak- und Gewehrmunition. Nun soll er für das 2001 gekaufte Grundstück die Kosten für die von der Gemeinde durchgeführten Räumung bezahlen.... Lesen Sie den Beitrag unter
http://www.wdr.de/tv/monitor/beitrag.phtml?bid=659&sid=124
 
valentin - Jan 28, 2005 - 8:06:08
Ableitung von Geringfügigkeitsschwellen für das Grundwasser
Zur bundeseinheitlichen Bewertung von Grundwasserverunreinigungen, die bereits eingetreten sind oder die es zu verhindern gilt, werden nachvollziehbare und einheitliche Bewertungskriterien benötigt. Hierzu gehört vor allem ein Maßstab, bis zu welchen Stoffkonzentrationen anthropogene, räumlich begrenzte Änderungen der chemischen Beschaffenheit des Grundwassers als geringfügig einzustufen sind und ab welcher Konzentration eine Grundwasserverunreinigung (= Grundwasserschaden) vorliegt. Ein hierfür von der Länderarbeitsgemeinschaft Wasser (LAWA) als geeignet angesehener Maßstab ist die Geringfügigkeitsschwelle (GFS). Sie bildet die Grenze zwischen einer geringfügigen Veränderung der chemischen Beschaffenheit des Grundwassers und einer schädlichen Verunreinigung. Dem Bericht wurde im Dezember 2004 von der Umweltministerkonferenz (UMK) zugestimmt. Das pdf-Dokument erhalten Sie auf den Seiten der LAWA:
http://www.lawa.de/lawaroot/pub/kostenlos/gw/GFS-Bericht.pdf
 
valentin - Jan 21, 2005 - 10:08:20
Website zur Landnutzung und Flächenverbrauch in NRW eröffnet
Umweltministerin Bärbel Höhn: "Der große Flächenverbrauch hat Folgen für Mensch und Umwelt. So kann zum Beispiel Regenwasser auf versiegelten Flächen nicht vom Boden aufgenommen werden und wandert über die Kanalisation in die Flüsse. Die haben aber immer weniger natürlichen Spielraum, und bei Hochwasser fehlen ihnen die ausgedehnten Auen. Die Folge sind Überschwemmungen. Mit der neuen Internetseite wollen wir zur Diskussion über das Thema Flächenverbrauch anregen und Möglichkeiten aufzeigen, wie zum Beispiel mit Entsiegelungprojekten wieder Lebensräume für Tiere und Pflanzen und damit auch für den Menschen geschaffen werden können."
Die interaktive Website, die bundesweit Pilotcharakter hat, wurde im Auftrag des Umweltministeriums unter Leitung des Wissenschaftsladen Bonn erstellt und will Fachleute und Interessierte zusammenbringen. Projektleiter Theo Bühler vom Wissenschaftsladen Bonn: "Erstmals haben die Nutzer mit dieser Website ein Instrument an der Hand, mit dem sie die Entwicklung der Landnutzung flächendeckend für ein ganzes Bundesland ansehen können – Ort für Ort aufgeschlüsselt und über einen Zeitraum von 30 Jahren dargestellt." Die Website sei damit Informations- und Diskussionsplattform zugleich. So können sich die Nutzerinnen und Nutzer mit Hilfe von Satellitenbildern, Karten, Statistiken und Erläuterungstexten einen Einblick in so genannte Brennpunkte im Land verschaffen:
http://www.flaechennutzung.nrw.de
 
valentin - Jan 20, 2005 - 10:37:35
Umweltschutz stagniert: Kaum Fortschritte zu mehr Nachhaltigkeit
Vor einem Stillstand in der Umweltpolitik bis zur nächsten Bundestagswahl warnen der Deutsche Naturschutzring (DNR), der BUND und der Naturschutzbund (NABU). Es sei ein Armutszeugnis, dass sich die Regierungsparteien SPD und Bündnis 90/Die Grünen im Umweltsektor lediglich auf eine bessere Wärmedämmung von Gebäuden verständigen könnten. Für den Klimaschutz sei das nicht ausreichend. Auch der Fortschrittsbericht der Bundesregierung zur nationalen Nachhaltigkeitsstrategie enthalte kaum noch konkrete Aussagen für mehr Umwelt- und Naturschutz. Er thematisiere nicht den offensichtlichen Widerspruch zwischen einer allein auf Wachstum ausgerichteten Wirtschaftspolitik und dem Schutz der Umwelt. Angelika Zahrnt, BUND-Vorsitzende: „Vorhaben aus ihrer Nachhaltigkeitsstrategie wie die Einführung einer Kerosinsteuer und die Halbierung der Mehrwertsteuer für Bahntickets hat die Bundesregierung anscheinend aufgegeben. Auch die Fortführung der ökologischen Finanzreform liegt auf Eis. Die Bundesregierung will offensichtlich die Umweltzerstörung weiter mit Milliardenbeträgen subventionieren. Nachhaltig ist das jedenfalls nicht."
NABU-Präsident Olaf Tschimpke fordert, der Erarbeitung einer Biodiversitätsstrategie höchste Priorität einzuräumen. Diese müsse „wie ursprünglich vorgesehen Bestandteil des Fortschrittsberichtes 2006 werden und in den verschiedenen Politikbereichen als Querschnittsthema integriert sein". Er begrüßt, dass das Thema Flächenverbrauch mit seinem ehrgeizigen Ziel, bis 2020 die Inanspruchnahme von Flächen für Siedlung und Verkehr auf maximal 30 Hektar pro Tag zu senken, dank der Empfehlungen des Nachhaltigkeitsrates nun in seinen Maßnahmen klarer und konsequenter weiterentwickelt werden konnte. Dagegen sei die Kraftstoffstrategie zwar insgesamt zukunftsweisend, jedoch bleibe die Umsetzung in vielen Zielsetzungspunkten noch offen. „Hier wäre eine Baustelle der Zukunft, auf der noch viel Arbeit zu leisten ist." Den ganzen Artikel lesen Sie unter
http://www.vistaverde.de/news/Politik/0501/20_umweltpolitik.php
 
valentin - Jan 18, 2005 - 10:04:38
Umweltbundesamt will Missbrauch von Pflanzenschutzmitteln eindämmen
Das Umweltbundesamt (UBA) fördert im Auftrag des Bundesumweltministeriums (BMU) ein Forschungsprojekt, in dem die praktische Anwendung von Pflanzenschutzmitteln analysiert wird. Grund für das Projekt: Es gibt verschiedene Untersuchungen, die vermuten lassen, dass die Ausbringung der Pflanzenschutzmittel auf die Felder nicht sachgerecht geschieht. Die Folgen wären: Unnötige Belastungen des Menschen und der Umwelt. Nun soll durch Beobachtungen in der Praxis die Frage beantwortet werden: Ob und in welchem Ausmaß gibt es in Deutschland eine fehlerhafte Verwendung der Pflanzenschutzmittel, weil Auflagen und Anwendungsbestimmungen der Mittel nicht praktikabel sind oder sonst nicht eingehalten werden? Die Ergebnisse der gewonnenen Beobachtungsdaten sollen helfen, den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln künftig sicherer zu machen. Zur ganzen Meldung:
http://www.umweltbundesamt.de/uba-info-presse/2005/pd05-003.htm
 
valentin - Jan 7, 2005 - 09:21:19
CORINE Land Cover 2000: Neue Daten zur Landnutzung veröffentlicht
In welchem Ausmaß verändern sich die vom Menschen genutzten Flächen in Europa? Welcher Belastung sind Mensch und Umwelt durch die Art und Weise der Inanspruchnahme von Flächen ausgesetzt? Zur Klärung dieser und anderer Fragen ist die Erhebung von Landnutzungsdaten durch Satellitenaufnahmen ein wichtiges Hilfsmittel. Erstmalig wurden um das Jahr 1990 die Satellitendaten hinsichtlich der Landnutzungen in Europa ausgewertet. Jetzt liegen aktuelle Daten vor. Sie basieren auf Satellitenaufnahmen um das Jahr 2000, und machen deutlich, welche Veränderungen sich in diesen zehn Jahren sowohl in Europa als auch in Deutschland vollzogen haben, wie zum Beispiel der anhaltende Trend der Flächenversiegelung in den Außenbereichen der Städte oder Renaturierungsmaßnahmen in Tagebaugebieten. Mit dem Projekt CORINE [Coordinated Information on the Environment] Land Cover 2000 steht ein Informationssystem zur Landnutzung und deren Änderung zur Verfügung. Die Satellitenfernerkundung ist hierbei erfolgreich für die Erstellung dieser europaweit harmonisierten, digitalen Kartierung genutzt worden. Die Daten sind auf folgender Internetseite des DLR verfügbar:
http://www.corine.dfd.dlr.de
 

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Der Flächenverbrauch in Deutschland liegt 2003 bei tglich 97 Hektar. Können Sie sich diese Zahl vorstellen? Der Verbrauchs-Zähler macht"s deutlich:

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